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Donnerstag, 11. Februar 2016

EZB-Direktor gegen 500-Euro-Schein Das Ende des 500-Euro-Scheins scheint näher zu rücken. Ein EZB-Direktor sagt, die Entscheidung falle bald – und er wirkt von dem Schein nicht sehr überzeugt.

EZB-Direktor gegen 500-Euro-Schein

Das Ende des 500-Euro-Scheins scheint näher zu rücken. Ein EZB-Direktor sagt, die Entscheidung falle bald – und er wirkt von dem Schein nicht sehr überzeugt.
© AFPBehalten?
Die Europäische Zentralbank will nach Angaben ihres Direktoriumsmitglieds Benoît Coeuré „bald“ über das Schicksal des 500-Euro-Scheins entscheiden. Die Argumente für den Erhalt der wertvollsten Banknote in der Eurozone seien „immer weniger überzeugend“, sagte Coeuré der französischen Zeitung „Le Parisien“ vom Donnerstag. Dass der 500-Euro-Schein zu „illegalen Zwecken“ missbraucht werde, sei „ein Argument, das wir nicht mehr ignorieren können“.
Die Entscheidung liegt letztlich beim EZB-Rat, in dem die sechs Direktoriumsmitglieder und die Gouverneure der 19 nationalen Notenbanken sitzen. „Wir denken aktiv über diese Frage nach und werden bald eine Entscheidung treffen“, kündigte Coeuré in dem Zeitungsinterview an.
Nicht alle Länder seien aber bereit, das Aus für diesen Geldschein zu besiegeln. Vor allem in Deutschland befürchteten einige das Verschwinden des Bargelds.
Der 500-Euro-Schein war einst auf Druck einiger Länder, darunter Deutschland, geschaffen worden. Hierzulande hatte es vor der Euro-Einführung einen Schein mit einem Nennwert von 1000 Mark gegeben.
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Die 500-Euro-Banknote macht nur drei Prozent der Euro-Geldscheine aus. Allerdings lassen sich wegen des hohen Nennwerts schnell große Summen verschieben. Für Kriminelle ist der 500-Euro-Schein eines der wichtigsten Hilfsmittel, wenn es um die Verschleierung ihrer illegaler Einkünfte und grenzüberschreitende Geldwäsche geht.

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