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Freitag, 14. September 2012

HB FT: Klotzen statt kleckern


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Klotzen statt kleckern

Die US-Notenbank flutet den Geldmarkt mit neuen Staatsanleihen. Jeden Monat sollen Papiere im Wert von 40 Milliarden Dollar angekauft werden, solange die Konjunktur schwächelt. Zudem wollen die Notenbanker ihren bei faktisch null Prozent liegenden Leitzins bis Mitte 2015 nicht erhöhen. » (Handelsblatt) "US-Notenbank lässt wieder Geld regnen", titelt die » Financial Times Deutschland. Fed-Chef Ben Bernanke baute nur ein ganz leises "Aber" in seine kraftvolle Eröffnung ein, die in der Branche wie ein Paukenschlag verstanden wird. Mit typischem Understatement hatte Bernanke noch eingeleitet: Selbst die Fed könne "nicht alle wirtschaftlichen Missstände heilen", sagte der Notenbankchef laut » Spiegel. Ganz einstimmig fiel der Beschluss des Offenmarktausschusses (FOMC) aber nicht. Der als "geldpolitischer Falke" bekannte Präsident der Federal Reserve Bank von Richmond, Jeffrey Lacker, votierte gegen die zusätzlichen Anleihekäufe und gegen den Passus zum Zinsversprechen, weiß das » Wall Street Journal Deutschland. "Dies ist definitiv ein bedeutender Wechsel in den Gepflogenheiten der FOMC", sagte die Chefökonomin der BNP Paribas für Nordamerika, Julia Coronado gegenüber » Bloomberg. Die Federal Reserve hat sich voll engagiert", meint Scott Anderson von der Bank of the West, und JP Morgan Chase Chefökonom Michael Feroli bewertete die Aktionen der Fed als "extrem aggressiv", meldet » Business Week. Der Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank nannte die 40 Milliarden US-Dollar zwar "Peanuts", doch allein die Ankündigung dürfte den Anlegern Vertrauen einflößen, so der » Spiegel. Dabei überwiegen die positiven Bewertungen: "Die Fed wird ihre Geldpolitik solange nicht straffen wie die Arbeitslosigkeit nicht unter sieben Prozent sinkt und die Inflation kein Problem sein wird", formuliert der US-Chefökonom beim Beratungsdienst High Frequency Economics, Jim O'Sullivan. Stephen Guilfoyle von Meredien Equity Partners lobt die entschiedene Haltung von Fed-Chef Ben Bernanke: "Ich denke, es gibt nun eine Chance für eine leichte Erholung der Wirtschaft. Nachdem die Notenbank dies die ersten beiden Male gemacht hatte, sahen wir kaum Besserung. Dieses Mal aber schießt sie gleich mit einer Panzerfaust", zitiert ihn die » Tagesschau.
Weitere Quellen: » Manager Magazin » Frankfurter Allgemeine Zeitung

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