Merkel zu Griechenland: „Mir blutet das Herz“
Merkel
will zudem weitere Schritte zur Eurorettung einleiten. Im November
werde ein EU-Sonderrat die mittelfristige Finanzplanung der EU bis 2014
beschließen, kündigte die Kanzlerin an. Im Dezember sollten dann
Vorschläge "beschlussreif vorliegen", wie es politisch in der
Gemeinschaft weitergehe. Als Themen nannte die Bundeskanzlerin die
Einrichtung einer europäischen Bankenaufsicht, die Frage, ob der
Fiskalpakt in der jetzigen Form ausreiche, sowie eine bessere
wirtschaftspolitische Koordinierung.
Deutschland
soll mit einer Doppelstrategie aus Konsolidierung und Wachstumsimpulsen
durch die Euro-Schuldenkrise gebracht werden. Merkel sagte, wegen der
Sorgen der Finanzmärkte müsse der Euro-Stabilitätspakt eingehalten
werden, und deshalb gebe es auch den EU-Fiskalpakt. Das führe in einigen
Euro-Ländern zu einem Schrumpfen der Wirtschaft. Deshalb müsse zugleich
eine wachstumsfreundliche Politik betrieben werden.
"Deutschland betreibt eine Politik, die nicht nur auf Sparsamkeit ausgerichtet ist", sagte Merkel. Es müsse auch der private Konsum angeregt werden, damit kein neues Ungleichgewicht mit dem Außenhandel entstehe.
In der Griechenland-Frage beklagt die Kanzlerin, dass vor allem Menschen mit geringem Einkommen unter der Krise leiden. Merkel: „Mit blutet das Herz.“ Deshalb sollten auch die Griechen, die ihr Land verlassen hätten, überlegen, welchen Beitrag sie leisten könnten.
"Deutschland betreibt eine Politik, die nicht nur auf Sparsamkeit ausgerichtet ist", sagte Merkel. Es müsse auch der private Konsum angeregt werden, damit kein neues Ungleichgewicht mit dem Außenhandel entstehe.
In der Griechenland-Frage beklagt die Kanzlerin, dass vor allem Menschen mit geringem Einkommen unter der Krise leiden. Merkel: „Mit blutet das Herz.“ Deshalb sollten auch die Griechen, die ihr Land verlassen hätten, überlegen, welchen Beitrag sie leisten könnten.
Erneut
hat sich die Regierungschefin für einen Verbleib Griechenlands in der
Euro-Zone ausgesprochen. "Ich wünsche mir, dass Griechenland im
Euro-Raum bleibt", sagte die Kanzlerin. Das Land müsse allerdings auch
seine Verpflichtungen gegenüber seinen internationalen Geldgebern
einhalten.
"Wir
wollen, das Griechenland Erfolg hat, weil es für uns alle doch besser
ist", sagte die Kanzlerin. "Auf der anderen Seite ist wichtig, dass
diese schwierigen Reformen auch durchgeführt werden." Das sei ein harter
Weg für Griechenland. "Aber es hilft nicht, wenn man sich gegen
Maßnahmen auflehnt, die sowieso gemacht werden müssen", sagte Merkel.
- Seite 1: Merkel vermeidet klare Position im EZB-Streit
- Seite 2: Merkel zu Griechenland: „Mir blutet das Herz“
- http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/pressekonferenz-der-kanzlerin-merkel-zu-griechenland-mir-blutet-das-herz/7142768-2.html
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