 |
 |
Draghi beeindruckt die Skeptiker
Mario Draghis Schwur, den Euro zu retten, beeindruckt die Marktteilnehmer laut » Bloomberg
immer deutlicher: In Umfragen sank die Zahl jener, die für 2013 einen
Zerfall der Währungsunion erwarten, innerhalb von vier Wochen von 60 auf
50 Prozent. Der Euro hingegen sei auf ein
Vier-Monats-Hoch zum Dollar hochgeschnellt - und die Skeptiker sähen nun
alt aus. Die» Neue Zürcher Zeitung
ist sich da nicht so sicher: Die EZB könne mit den Käufen rasch
an Grenzen stoßen. Der Pool von ausstehenden kurzfristigen Anleihen sei
beschränkt und die Ankündigung unlimitierter Käufe habe deshalb statt
Substanz ein Element von
Marketing. Doch laut » Handelsblatt
gehen viele Marktteilnehmer derzeit davon aus, dass der Euro noch
weiter steigen könnte. Das unbegrenzte Einschreiten der EZB könnte "auch
eine langfristige Lösung darstellen" zitiert das Blatt einen
Devisenanalysten der Commerzbank. Die Herausforderung für Draghi beginne erst dann, wenn die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt, meint die » Süddeutsche Zeitung.
Dann müsse er den Leitzins, der beim Rekordtief von 0,75 Prozent steht,
wieder erhöhen und das Geld wieder einsammeln, das er auf den Markt
geschüttet habe. Die umstrittene EZB-Entscheidung sei
eigentlich ein Sieg für Italien, meint die » Welt.
Dabei wolle Rom das Anleihe-Programm gar nicht in Anspruch nehmen. Um
Hilfe zu fragen, könnte für das Technokraten-Kabinett nämlich
kontraproduktiv sein. Seine Daseinsberechtigung bestehe schließlich
einzig darin, Italien den Weg zu ersparen, den Griechenland, Irland und Portugal gehen mussten.
|
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen