Troika-AuflagenGriechenland verfehlt seine Sparziele
18.09.2012, 11:01 Uhr
Laut
Finanzminister Stournaras wird Griechenlands Staatshaushalt dieses Jahr
„ziemlich nahe“ an den Auflagen der Gläubiger-Troika liegen. Heißt
auch: Griechenland kann sein Defizit weniger stark reduzieren als
verlangt.
Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras (m) hat mit der Haushaltssanierung einen schwierigen Job. Quelle: dpa
AthenGriechenland
wird nach den Worten von Finanzminister Yannis Stournaras seine
Verpflichtungen gegenüber seinen internationalen Geldgebern zur
Reduzierung des Etatdefizits 2012 nicht in vollem Umfange erfüllen.
Erreicht würden diese Zielsetzungen zur Verringerung des Fehlbetrags im
griechischen Staatshaushalt nur nominal, sagte Minister. Bezogen auf die
Relation zum Bruttoinlandsprodukt aber gelte das nicht.
Das Primärdefizit im Etat, also ohne Berücksichtigung von
Zinszahlungen und Vermögensänderungen, werde im laufenden Jahr bei 1,5
Prozent verglichen mit einem bisher erwarteten Wert von einem Prozent
liegen. „Der Haushalt in diesem Jahr wird ziemlich nahe den von der
Troika gesetzten Grenzen liegen“, sagte er.
Ende
2014 werde die Wirtschaftsleistung des Landes gegenüber dem
Krisenbeginn um ein Viertel gefallen sein, prognostizierte der Minister.
„Die Rezession ist groß. Wir befinden uns in ihrem fünften Jahr“,
erklärte er.
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