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Montag, 2. Dezember 2013

Ein Gericht entscheidet: Familien aus Osteuropa und anderen EU-Staaten haben mehr Anspruch auf Hartz IV als bisher. Der Ökonom Hans-Werner Sinn glaubt, dass sich das schnell herumsprechen wird. // versteht mich bitte nicht falsch: ich bin absolut für Freizügigkeit und Dircriminationsfreihet in einem einheitlichen Europa......

Hartz IV für EU-Bürger„Wir sind am Beginn einer neuen Migrationswelle“

 ·  Ein Gericht entscheidet: Familien aus Osteuropa und anderen EU-Staaten haben mehr Anspruch auf Hartz IV als bisher. Der Ökonom Hans-Werner Sinn glaubt, dass sich das schnell herumsprechen wird.
© ERWIN SCHALLERVergrößernSteht Deutschland am Beginn einer neuen Migrationswelle?
Bürger aus anderen EU-Ländern können in Deutschland auch dann Anspruch auf Sozialleistungen haben, wenn sie hier keinen Arbeitsplatz finden. Mit dieser Begründung hat das Landessozialgericht von Nordrhein-Westfalen einer rumänischen Familie Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende („Hartz IV“) zugesprochen. Die anderslautende Vorschrift im Sozialgesetzbuch verstoße in ihrer „ausnahmslosen Automatik“ gegen europäisches Recht. Das Gericht hebt in seiner Presseerklärung hervor, dass der aktuelle Richterspruch noch weitergehe als bisherige Entscheidungen desselben Gerichts. Auch betreffe er nicht nur die neuen Unionsbürger aus Rumänien und Bulgarien, sondern im Grundsatz alle EU-Bürger.
Geklagt hatte ein rumänisches Ehepaar mit einem Kind, das seit vier Jahren in Gelsenkirchen wohnt und zunächst vom Verkauf von Obdachlosenzeitungen lebte; außerdem erhielt es von Anfang an Kindergeld. Nach einem Jahr beantragte es beim Jobcenter „Hartz IV“. Die Behörde lehnte aber – ebenso wie in erster Instanz das Sozialgericht Gelsenkirchen – die Zahlungen ab. Denn das Sozialgesetzbuch schließe solche Leistungen ausdrücklich für Personen aus, deren Aufenthaltsrecht hierzulande sich allein aus dem Zweck der Arbeitssuche ergebe.
Diese Gesetzesbestimmung widerspricht jedoch nach Ansicht des Landessozialgerichts dem zwischen den EU-Staaten vereinbarten Gleichbehandlungsgebot, das ebenfalls Gesetzeskraft habe. Soweit die Unionsbürgerrichtlinie den Mitgliedstaaten erlaube, einschränkende Regelungen zur Vermeidung von Sozialtourismus vorzusehen, sei dies jedenfalls nicht in der „unbedingten und umfassenden Form“ möglich, die der Bundestag beschlossen hatte. Denn die Brüsseler Direktive verlangt den Richtern zufolge „eine bestimmte Solidarität des aufnehmenden Staates Deutschland mit den anderen Mitgliedstaaten“. Unter dem Blickwinkel der Verhältnismäßigkeit seien daher Regelungen erforderlich, „wonach abhängig von den individuellen Umständen Leistungen im Einzelfall jedenfalls ausnahmsweise möglich sein müssen“. (Az.: L 6 AS 130/13)
Der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München sieht in dem neuen Urteil seine Warnungen vor einer Einwanderung in die Sozialsysteme und in den Wohlfahrtsstaat bestätigt. Sinn sagte am Sonntag dieser Zeitung: „Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die neuen Regeln herumsprechen würden.“ Nun sehe man die Anreizeffekte. Der Ökonom erklärte: „Die Zahlen werden zunehmen; wir sind am Beginn einer neuen Migrationswelle.“ Sinn befürchtet, dass Politiker deshalb das bedeutsame Grundrecht auf Freizügigkeit einschränken werden. „Um dieses Grundrecht zu erhalten, gibt es nur eine Möglichkeit: Man muss wegkommen vom Inklusionsprinzip und übergehen zum Heimatlandprinzip.“ Für steuerfinanzierte Sozialleistungen des Staates gilt nach Ansicht von Sinn: „Wer diese in seinem Heimatland in Anspruch nehmen kann, kann nicht in einem anderen Land die Hand aufhalten – aber er darf die Leistungen seines Heimatlandes konsumieren, wo er will.“
Schon kürzlich hatte ein anderer Senat des Landessozialgerichts in Essen in einem ähnlichen Fall einer rumänischen Familie „Hartz IV“ zugesprochen. Damals hatten die Richter argumentiert, dass arbeitslose EU-Bürger ein Anrecht darauf hätten, wenn sie seit über einem Jahr erfolglos eine Arbeitsstelle in Deutschland suchten (Az.: L 19 AS 129/13). Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Günter Krings, forderte daraufhin arbeitslose EU-Bürger auf, Deutschland zu verlassen (F.A.Z. vom 12.Oktober). Ihr innenpolitischer Sprecher Hans-Peter Uhl (ebenfalls CDU) nahm dies zum Anlass, von der EU-Kommission Maßnahmen gegen Sozialmissbrauch und Armutsmigration zu verlangen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband sah durch das Urteil hingegen Gebote der Mitmenschlichkeit und Vernunft erfüllt. Beide Urteile werden noch vom Bundessozialgericht überprüft.

Die Szenen in Kiew erinnern an die orangene Revolution 2004: Hunderttausende gehen gegen die Regierung Janukowitsch auf die Straße, viele werden verletzt. Trotzdem feiert die Opposition einen Erfolg, den so kaum jemand erwartet hätte.

Die Szenen in Kiew erinnern an die orangene Revolution 2004: Hunderttausende gehen gegen die Regierung Janukowitsch auf die Straße, viele werden verletzt. Trotzdem feiert die Opposition einen Erfolg, den so kaum jemand erwartet hätte.

http://rolfsukraineblog.blogspot.de/

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die Bank of China soll Gelder transferiert haben, mit denen unter anderem die Hamas Attentate in Israel finanziert haben. Ausgerechnet die israelische Regierung untersagt jetzt dem wichtigsten Zeugen die Aussage. // weshalb Argentinien vielleicht vorsichtig sein sollte mit Umgehungsüberweisungen um Judge Griesas Urteil zu neutralisieren (Klar Terrorismus und Zinszahlungen ist ein grosser Unterschied....)

Verfahren gegen die Bank of ChinaVor Peking eingeknickt?

 ·  Die Bank of China soll Gelder transferiert haben, mit denen unter anderem die Hamas Attentate in Israel finanziert haben. Ausgerechnet die israelische Regierung untersagt jetzt dem wichtigsten Zeugen die Aussage.
© REUTERSVergrößernZentrale der Bank of China in Peking
Wenn es darum geht, Terroristen zu jagen, zeigen die israelischen Sicherheitskräfte große Ausdauer. Geheimdienste und Armee geben nicht auf, selbst wenn es Jahre dauert, bis sie die mutmaßlichen Attentäter und ihre Helfer dingfest gemacht haben. Umso ungewöhnlicher ist es, dass die israelische Regierung jetzt in Amerika eine überraschende Kehrtwende vollzieht. In den Vereinigten Staaten laufen rund ein halbes Dutzend Gerichtsverfahren gegen die Bank of China. Mehr als 20 israelisch-amerikanische Familien, deren Angehörige bei Attentaten umkamen, werfen dem staatlichen Geldinstitut vor, Gelder transferiert zu haben, mit denen die Hamas und der Islamische Dschihad in den Jahren 2006 und 2007 Attentate und Raketenangriffe in Israel finanzierten.
Ende November sollte in Amerika der wichtigste Zeuge aussagen. Der ehemalige israelische Geheimdienstagent Uzi Schaja war 2005 nach China gereist, um die Bank darüber zu informieren, dass Terroristen ihre Dienste nutzten. Nach diesen Erkenntnissen überwiesen zwei palästinensische Geschäftsleute über ihre Konten bei dem chinesischen Geldinstitut größere Summen aus Syrien über die Filiale in New York nach China. Von dort aus sollen die Gelder dann den beiden palästinensischen Terrorgruppen zugeflossen sein. Die Transfers über die chinesischen Konten fanden nach israelischen Informationen in den Jahren 2003 bis 2008 statt.

Erste Anzeichen gab es bereits im Frühjahr

Wenige Tage, bevor Schaja aussagen sollte, untersagte ihm die israelische Regierung auf einmal den Auftritt vor dem amerikanischen Gericht unter Verweis auf eine Gefährdung der „nationalen Sicherheit“. Zudem sei zu befürchten, dass Schajas Befragung negative Auswirkungen auf den internationalen Antiterrorkampf habe. „Ich bin empört und enttäuscht“, sagt Nitsana Darshan-Leitner, die Vorsitzende der Gruppe „Schurat Hadin“, die vor Gericht für die Angehörigen von Terroropfern kämpft. Die israelische Regierung habe sie aufgefordert, Kläger für Prozesse gegen die chinesische Bank zu finden und versprochen, für die Verfahren die nötigen Beweise vorzulegen, sagt die israelische Anwältin. Sie vermutet dahinter „wirtschaftliche Interessen“. Schajas Zeugenaussage sei keine Gefahr für die Sicherheit Israels. „Das ist nur vorgeschoben“, sagt Darshan-Leitner.
Schon im Frühjahr habe es erste Anzeichen dafür gegeben, dass die Regierung von ihren früheren Zusagen abrückt. Damals wurde die China-Reise von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geplant. Sie sollte dazu dienen, die wirtschaftlichen Beziehungen beider Staaten auszubauen; acht Milliarden Dollar betrug das Handelsvolumen im Jahr 2011. Nach israelischen Presseberichten verlangte das Regime in Peking als Gegenleistung für engere Kontakte, dass die israelische Regierung die Prozesse gegen die Bank of China nicht weiter unterstützt.

„Einer der düstersten Tage im Kampf gegen den Terror“

Im Mai wurden der israelische Regierungschef, seine Familie und eine große Wirtschaftsdelegation ausgesprochen freundlich in China empfangen. Nachdem im November eine ranghohe chinesische Abordnung Jerusalem besucht hatte, ließ die israelische Regierung über ihre amerikanischen Anwälte mitteilen, dass sie alle Vorwürfe gegen die Bank of China zurückziehe.
„Das ist einer der düstersten Tage im langen israelischen Kampf gegen den Terror“, schrieben daraufhin die drei führenden Kommentatoren der israelischen Zeitung „Jediot Ahronot“ in einem gemeinsamen Artikel: Israel habe sich dem „Diktat“ Chinas untergeordnet. Auch Jekutiel Wultz, dessen 16 Jahre alter Sohn 2006 in Tel Aviv bei einem Anschlag getötet wurde, versteht die Welt nicht mehr. Er habe sich immer als „Soldat gefühlt, den die israelische Regierung in den Kampf gegen den Terrorismus schickte“, sagte er der Zeitung „Jediot Ahronot. Nach dem Anschlag hatte die israelische Regierung die Familie aufgefordert, die chinesische Bank in New York zu verklagen. Nun solle er auf einmal „den Kampf einstellen“.
Der Rückzug der israelischen Regierung bedeutet aber nicht das Ende der Verfahren in Amerika. Ein großer Teil des Beweismaterials liegt den Richtern schon vor. So nannte der frühere israelische Agent Schlomo Matalon in einer eidesstattlichen Erklärung Kontonummern und Einzelheiten der Überweisungen an die Terrororganisationen.

„Tyrannei des Marktes“ Die Kirche verachtet die Reichen 01.12.2013 · Papst Franziskus schreibt gegen die Tyrannei des Marktes und geißelt den Reichtum. Das entspricht christlicher Tradition. Bloß für die Armen springt dabei nichts heraus. Von RAINER HANK

„Tyrannei des Marktes“Die Kirche verachtet die Reichen

 ·  Papst Franziskus schreibt gegen die Tyrannei des Marktes und geißelt den Reichtum. Das entspricht christlicher Tradition. Bloß für die Armen springt dabei nichts heraus.




„Das Elend des Reichtums“ ist dieser Kupferstich aus dem 16. Jahrhundert überschrieben. Er setzt das Gleichnis vom Nadelöhr, durch das kein Kamel passt, ins Bild

Papst Franziskus geißelt die „Tyrannei des Marktes“


Mit starken Worten stemmt sich Papst Franziskus gegen die „Tyrannei des Marktes“. Nicht die Reichen, sondern die Armen sind seine Freunde. Er will eine Kirche für die Armen, eine Kirche, „die zwar verbeult, verletzt und beschmutzt ist, doch auf die Straße hinausgegangen ist“ – zu den Armen.
So steht es in einem 180 Seiten starken Sendschreiben des argentinischen Papstes, das vergangene Woche der Weltkirche zur Kenntnis gegeben wurde. Ein Sendschreiben ist kein Dogma, auch keine Enzyklika. Aber es ist mehr als eine Privatmeinung des Papstes. Mindestens als eine Art ökonomische Grundsatzschrift des Heiligen Vaters muss man das Dokument behandeln.
Und da lässt Franziskus keinen Zweifel. „Ideologien, die die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen“, verabscheut er. „Theorien, die davon ausgehen, dass jedes vom freien Markt begünstigte Wirtschaftswachstum von sich aus eine größere Gleichheit und soziale Einbindung in der Welt hervorruft“, hält er für irrig. Ein Verteidiger des Privateigentums ist dieser Papst wahrlich nicht: „Die eigenen Güter nicht mit den Armen zu teilen bedeutet, diese zu bestehlen. Die Güter, die wir besitzen, gehören nicht uns, sondern ihnen.“

Utopie eines christlichen Kommunismus

Es mag sein, dass Franziskus einen besonders grobschlächtigen Antikapitalismus vertritt. Dessen Kern jedoch geht konform mit der biblischen Tradition des Christentums, mag es einem passen oder nicht. Das Christentum hatte immer schon ein äußerst distanziertes Verhältnis zum privaten Eigentum und verabscheute den Reichtum. Wenn Franziskus sagt, die Güter der Reichen gehörten in Wirklichkeit den Armen, zitiert er nur Johannes Chrysostomus, einen Theologen des 4. Jahrhunderts. Die Evangelien loben jene, die um der Nachfolge Jesu willen all ihren persönlichen Besitz den Armen geben. Denn bekanntlich geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt (Lukas 18,25). Erst später, im Himmel, wird mit einem „Schatz“ belohnt, wer sich hienieden seiner Schätze entledigt und Almosen gibt.
Zwar waren die Apostel, die Jesus um sich sammelte, ganz erfolgreiche Kleinunternehmer aus der Gegend des Kinereth (See Genezareth) – gesunder Mittelstand, würde man heute dazu sagen. Doch gepredigt haben sie die Armut und nicht die Tugenden der Kaufleute und des Unternehmertums. Es ist nicht zu übersehen, dass das Neue Testament geprägt ist von der Überzeugung, es wäre besser, wenn allen alles gemeinsam gehörte. Diese Utopie eines christlichen Kommunismus übt bis heute auf viele eine große Verführungskraft aus. „Die Gläubigen hatten alles gemeinsam; sie verkauften Güter und Grundbesitz und teilten untereinander alles gemäß der jeweiligen Bedürftigkeit“, heißt es in der Apostelgeschichte. Dieser Urkommunismus ist Vorschein des paradiesischen Jenseits: Gleichheit in christlicher Brüderlichkeit.

weiterlesen lohnt......

um Ende der Renaissance kamen die ersten langfristigen Staatsanleihen auf, die an Börsen gehandelt wurden. So begaben die Niederlande 1672 ihre erste Anleihe an der Börse.24 Doch schon zuvor konnten die niederländischen Kommunen Kredite zu rund 4% aufnehmen.

Zum Ende der Renaissance kamen die ersten langfristigen Staatsanleihen auf, die an
Börsen gehandelt wurden. So begaben die Niederlande 1672 ihre erste Anleihe an der
Börse.24 Doch schon zuvor konnten die niederländischen Kommunen Kredite zu rund
4% aufnehmen. Im Gegensatz zu den wenig kreditwürdigen Königshäusern, bedienten
sie regelmäßig das Fremdkapital. Diese Erkenntnis machte sich England zu Nutzen und
gründete am 27. Juli 1694 die Bank of England, die die britische Regierung mit Krediten
versorgte und das Bedürfnis von Kaufleuten nach einer sicheren Geldanlage befriedigte.25
Consol-Anleihen mit einem Kupon von 3% rentierten das gesamte 18. Jahrhundert über
zwischen 3 und 5 Prozent



Arbeitspapier
Geschichte des Kredits
Matthias Schlecker
April 2008
Zusammenfassung
Dieser Artikel untersucht die Geschichte des Kredits. Die Menschheit hat in Mesopotamien
bereits Bankgeschäfte getätigt, bevor es Münzen gab. Als Zahlungsmittel
diente Silber und Getreide. Die exponentielle Zinsrechnung geht ebenfalls auf
die mesopotamische Zeit zurück und im Codex Hammruapi sind erste schriftliche
Regelungen zur Begrenzung des Kreditrisikos zu finden


http://www.matthias-schlecker.de/geschichte-des-kredits

Moody's upgrades Greek government debt

Posted: 30 Nov 2013 11:28 PM PST
Yesterday the Eurozone received some positive (though largely symbolic) news. Moody's decided to upgrade the rating on Greek government debt from C to Caa3. It's an important psychological step for the area because Greece was the flashpoint for the Eurozone crisis. Here is the rationale for Moody's action:
Moodys: - 
(1) The significant fiscal consolidation that has taken place under Greece's structural adjustment program despite low growth and political uncertainty. As a result, Moody's expects that the government will achieve (and possibly outperform) its target of a primary balance in 2013, and record a surplus in 2014 in accordance with the adjustment program.

(2) The improvement in Greece's medium-term economic outlook supported by a cyclical recovery in the economy and also the progress made in implementing structural reforms and rebalancing the economy.

(3) The significant reduction of the government's interest burden following previous restructurings and official sector repayment assistance.
To be sure, most economic data out of Greece continues to resemble a full-scale depression. The unemployment rate is at 27% and youth unemployment is at 57%. Credit to the private sector has fallen 56% from the peak and continues to decline. Manufacturing, new orders, industrial production, retail sales, etc. are all contracting (though the rate of contraction has slowed). Moody's nevertheless is betting on the following:

1. The country's debt to GDP ratio, while still horrible, seems to be moving in the right direction.


2. With the domestic demand in shambles, the nation's current account is in the black. To the extent some of the planned reforms are implemented, the economy could benefit from this trend. Also as discussed last summer (see post), Greek businesses have been showing surprising optimism. Moody's is hoping that all this will eventually translate into a "cyclical recovery in the economy".


3. As discussed last year (see post), the restructured Greek government debt (including the EU/EFSF loans) carries extraordinarily low interest burden and extended maturities, giving the Greek government a great deal of flexibility. This is Moody's third reason for the rating upgrade.

The bond markets have been reflecting these improvements for some time and the upgrade should have relatively little impact on yields.

Greek 10y government bond yield (source: Tradingeconomics.com)

While the upgrade comes as welcomed news, major risks to Greek economic recovery and fiscal stabilization remain. Apart from some nasty political risks (see story) as well as pressure from the Eurozone leadership and the IMF, Greece is facing two key concerns that are tied into the rest of the Eurozone periphery:

1. The banking system remains all but frozen, with nonperforming loans, undercapitalization, and poor deposit base hampering credit creation. Achieving a sustainable economic recovery will be extraordinarily difficult unless this issue is addressed.



2. Persistent strength in the euro (in spite of tepid economic data) is believed to be detracting from the overall economic growth across the Eurozone. Strong currency is particularly painful for the more vulnerable nations that depend on exports. Further increases in the value of the euro could make the situation worse.




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Felix Hufeld wurde jüngst intern „zurückgepfiffen“ wegen Äußerungen, Lebensversicherer könnten in existenzielle Nöte geraten, sofern die Zinsen weiter so niedrig bleiben. Der Grund ist klar: Sparer und Anleger sollen nicht verunsichert werden. Das ist jedoch zu spät. Die Verunsicherung ist längst da. Man darf gespannt sein, ob die Bereitschaft einer Regierung Merkel/Gabriel zur Stützung von Versicherern ggfs. genauso hoch sein wird, wie die bewiesene Hilfsbereitschaft für Banken.

Anleihen
Regierung, Schulden und Renditen 


von Oskar Herbert

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Düsseldorf, 28.11.2013: Die Kurse von Anleihen und Aktien sind seit der Bundestagswahl gestiegen: Der REX-Index der Anleihen verbesserte sich von 441 auf 446. DAX-Index der Aktien stieg von knapp 8.700 auf fast 9.400 Punkte. Die sich abzeichnende Große Koalition genießt offenbar das Vertrauen der Anleger: Eine Regierung Merkel/Gabriel scheint am ehesten in der Lage zu sein, die anstehenden Herausforderungen sachgerecht anzugehen. Die Herausforderungen sind groß genug.

Banken kaufen Anleihen und drücken den Aktienindex

Enorme Mengen Staatsanleihen haben Banken für ihren Eigenbesitz erworben; und zwar nicht als Geldanlage, wie Bürger das mit ihrem Spargeld machen. Für Banken ist der Erwerb von Staatsanleihen wie die Hingabe von Krediten an Staaten, etwa an die Bundesrepublik oder zwischenzeitlich auch z.B. an Griechenland. Das Geld für derartige (Staats)-Kredite nehmen Banken z.B. aus den Spareinlagen ihrer Kunden oder aus Krediten von der Europäischen Zentralbank (EZB). Banken verwenden also fremdes Geld für den Kauf von Anleihen, sprich für den Staatskredit. Das war Jahrzehnte lang einfacher als die Kreditvergabe an viele einzelne Unternehmen und Privatpersonen. Einträglicher war es auch, weil Banken für den Erwerb von Staatsanleihen kein (Aktien)-Eigenkapital in der Bilanz vorhalten müssen – wegen der angeblich hohen Sicherheit von Staatsanleihen. Die Realität des Euro-Schuldenkrise hat diese Auffassung ist inzwischen überholt. Wegen massiver Verluste mit Staatsanleihen sind Banken überall in Europa in existenzielle Schwierigkeiten geraten. Die Regierung Merkel/Rösler musste zusehen, wie die deutschen Staatsschulden – ganz anders als geplant – seit 2009 erheblich weiter gestiegen sind, wegen Hilfskrediten an Bad Banks.

Anleihen

Wie sicher sind Versicherer? 

Weil es Sicherheit mit Staatsanleihen heute nicht mehr gibt, sollen nun auch die guten (Nicht-Bad)-Banken für jeweils 1.000 € Staatsanleihen in ihrem Bestand bis zu 10 € (Aktien)-Eigenkapital vorhalten, wofür die Aktionäre dann Dividende erwarten. Die Deutsche Bank hat aber bereits Schwierigkeiten, die vor Jahren schon massiv gekürzte Dividende für 2013 wieder zahlen zu können. Die Deutsche-Bank-Aktie ist 2013 nicht mehr halb so viel wert wie 2007. Noch schlimmer steht es um die Commerzbank. Ohne diese beiden Minus-Aktien stünde der DAX vielleicht schon bei 10.000 Punkten oder darüber. Dass Anleger unter diesen Umständen zusätzliche Bank-Aktien erwerben – und damit neues eigenkapital einzahlen wollen, ist eher unwahrscheinlich. Für viele andere (Nicht-Aktien)-Banken ist es ähnlich schwierig neues Eigenkapital aufzutreiben. Also müssen die Bestände an Staatsanleihen schrumpfen. Und das vor dem Hintergrund, der Ausgabenpläne im Koalitionsvertrag einer Merkel/Gabriel-Regierung. Es wird schon schwierig genug werden, allein die jeweils fällig werdenden alten Staatsanleihen durch neue Anleihen ersetzen zu können. Über der Hilfsfinanzierung durch die EZB, die mit Quasi-Null-Zins-Geld den Banken gern zur Seite steht, schwebt zudem noch der offene Entscheid des Bundesverfassungsgerichts. Danach könnte es mit dieser Art Staatsfinanzierung vorbei sein.

Regierung lässt Auszahlungen kürzen

Sparer, Anleger und beispielsweise auch Versicherer empfinden die aktuellen Niedrigzinsen als Zumutung. Versicherungsaufseher Felix Hufeld wurde jüngst intern „zurückgepfiffen“ wegen Äußerungen, Lebensversicherer könnten in existenzielle Nöte geraten, sofern die Zinsen weiter so niedrig bleiben. Der Grund ist klar: Sparer und Anleger sollen nicht verunsichert werden. Das ist jedoch zu spät. Die Verunsicherung ist längst da. Man darf gespannt sein, ob die Bereitschaft einer Regierung Merkel/Gabriel zur Stützung von Versicherern ggfs. genauso hoch sein wird, wie die bewiesene Hilfsbereitschaft für Banken. Die 2007 als erste von der Regierung Merkel/Steinbrück gerettete IKB Bank war sicher nicht systemrelevant. Kleine Versicherer sind auch nicht systemrelevant. Sie sind es aber, die gefährdet sind, wenn die Minizinsen weiter mickrig bleiben. Mit dieser Einschätzung steht Aufseher Hufeld nicht allein da. Eine Regierung Merkel/Gabriel will nun schnell eine Vorschrift ändern, die Versicherungsgesellschaften verpflichtet, bestimmte Reserven an die Versicherten auszuzahlen. Das sind schnell ein paar Tausend Euro, die es nach dem Wunsch einer Regierung Merkel/Gabriel bei Fälligkeiten dann weniger geben wird, als Sparer heute erwarten.