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Sonntag, 1. März 2015

Bundesgerichtshof bejaht Zahlungsverpflichtung der Republik Argentinien gegenüber privaten Gläubigern aus den von ihr begebenen Staatsanleihen

Bundesgerichtshof bejaht Zahlungsverpflichtung der Republik Argentinien gegenüber privaten  Gläubigern aus den von ihr begebenen Staatsanleihen


Der für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat sich in zwei weiteren Verfahren damit beschäftigt, ob die Republik  Argentinien die Erfüllung von Zahlungsansprüchen privater Gläubiger aus  von ihr begebenen Inhaberschuldverschreibungen unter Berufung auf den  von ihr wegen Zahlungsunfähigkeit erklärten Staatsnotstand oder wegen der mit der Mehrheit der Gläubiger freiwillig zustande gekommenen  Umschuldung verweigern kann. Der Bundesgerichtshof hat dies verneint.

In den beiden Verfahren macht der jeweilige Kläger Ansprüche aus Inhaberschuldverschreibungen geltend, die von dem beklagten Staat im Jahr 1997 (Sache XI ZR 193/14) bzw. im Jahr 1996 (Sache XI ZR 47/14) ausgegeben wurden. Der Kläger in der Sache XI ZR 193/14 begehrt die Rückzahlung des Nominalbetrags des von ihm erworbenen Miteigentumsanteils an den Ende Oktober 2009 fällig gewordenen  Schuldverschreibungen nebst den am 30. Oktober 2008 und 30. Oktober 2009 fällig gewordenen Zinsen. Der Kläger in der Sache XI ZR 47/14 begehrt die Zahlung der aus den Schuldverschreibungen am 13. November 2005 fällig gewordenen Zinsen für das Jahr 2005 nebst einem nach seiner Behauptung wegen der Nichtzahlung dieser Zinsen entgangenen Gewinn. 

Die Beklagte sieht sich seit 1999 mit erheblichen volkswirtschaftlichen Problemen konfrontiert, die sich zumindest zeitweise bis zu einer Finanzkrise des Staates ausgeweitet hatten. Mit Gesetz Nr. 25.561 über den öffentlichen Notstand und die Reform des Wechselkurssystems vom 6. Januar 2002 wurde der "öffentliche Notstand auf sozialem, wirtschaftlichem, administrativem, finanziellem und währungspolitischem Gebiet" erklärt. Auf der Grundlage der daraufhin erlassenen Verordnung 256/2002 vom 6. Februar 2002 zur Umstrukturierung der Verbindlichkeiten und Schuldenzahlungen der argentinischen Regierung wurde der Auslandsschuldendienst durch die Beklagte ausgesetzt, um ihn neu zu ordnen. Das Gesetz über den öffentlichen Notstand wurde immer wieder - zuletzt ein weiteres Mal bis zum 31. Dezember 2015 - verlängert. Aufgrund dessen fielen auch die beiden Kläger mit den von ihnen nunmehr im Klagewege geltend gemachten Ansprüchen aus. 

Das Amtsgericht hat den beiden Klagen im Wesentlichen stattgegeben. Das Landgericht hat die dagegen gerichteten Berufungen der Beklagten vollständig (Sache XI ZR 193/14) bzw. ganz überwiegend (Sache XI ZR 47/14) zurückgewiesen. Es hat dabei unter anderem die Ansicht der Beklagten abgelehnt, dass einem Schuldnerstaat, der sich in einer Finanzkrise befunden und mit einer Mehrheit seiner Gläubiger eine Umstrukturierung seiner Schulden vereinbart habe, ein völkerrechtlich begründetes Leistungsverweigerungsrecht gegenüber sogenannten Holdout-Gläubigern auch dann zukommen solle, wenn die Bedingungen der zugrunde liegenden Schuldverschreibung entsprechende
(Umschuldungs-)Klauseln ("Collective Action Clauses") nicht enthalten haben. Mit der vom Landgericht jeweils zugelassenen Revision verfolgt die Beklagte ihre Klagabweisungsbegehren weiter.

Die Revisionen der Beklagten hatten keinen Erfolg. Der Bundesgerichtshof kam zu dem Ergebnis, dass keine allgemeine Regel des Völkerrechts feststellbar ist, die einen Staat gegenüber Privatpersonen berechtigt, die Erfüllung fälliger privatrechtlicher Zahlungsansprüche unter Berufung auf den wegen Zahlungsunfähigkeit erklärten Staatsnotstand oder wegen einer mit der Mehrheit der Gläubiger freiwillig zustande  gekommenen Umschuldung zeitweise zu verweigern. Dabei hat der Bundesgerichtshof an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts angeknüpft, das bereits im Jahr 2007 - auf mehrere Vorlagen des  Amtsgerichts Frankfurt am Main - im Zusammenhang mit anderen Staatsanleihen der Beklagten festgestellt hatte, dass das Völkerrecht weder ein einheitliches noch ein kodifiziertes Konkursrecht der Staaten  kennt (BVerfGE 118, 124). Diese Feststellungen des Bundesverfassungsgerichts haben nach wie vor Gültigkeit.

Entgegen der Auffassung der Revision hat sich insbesondere nicht als Folge der Weltfinanzmarktkrise in den Jahren 2008 und 2009 und der sogenannten Euro-Rettungsmaßnahmen für Griechenland und Zypern eine allgemeine Regel des Völkerrechts im Sinne des Art. 25 GG mit dem Inhalt herausgebildet, dass sich sämtliche privaten Gläubiger eines Staates im Falle eines wirtschaftlichen und finanziellen Staatsnotstands an einer Umstrukturierung der Schulden beteiligen müssen und dem notleidend gewordenen Staat bis zu einer entsprechenden Vereinbarung ein Leistungsverweigerungsrecht hinsichtlich fälliger Zahlungsansprüche aus Privatrechtsverhältnissen zusteht. Denn in der Sache besagt dieser Ansatz nichts anderes, als dass dadurch das völkergewohnheitsrechtliche Institut des Notstands für den Sonderfall der Zahlungsunfähigkeit in Voraussetzungen und Rechtsfolgen konkretisiert wird. Im Kern beinhaltet er damit die Behauptung eines von der Staatengemeinschaft anerkannten Insolvenzrechts der Staaten. Ein solches besteht indes unzweifelhaft  nicht, so dass es auch einer Vorlage an das Bundesverfassungsgericht  nach Art. 100 Abs. 2 i.V.m. Art. 25 GG nicht bedurfte.

Urteile vom 24. Februar 2015  XI ZR 47/14  


Amtsgericht Frankfurt am Main - Urteil vom 9. April 2013 - 30 C 2877/11 
Landgericht Frankfurt am Main - Urteil vom 13. Januar 2014 - 24 S 95/13 
und 
XI ZR 193/14 
Amtsgericht Frankfurt am Main - Urteil vom 2. Juli 2013 - 30 C 128/13 
Landgericht Frankfurt am Main - Urteil vom 21. März  2014 - 24 S 139/13 

Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshofs. Mitteilung der Pressestelle Nr. 024/2015 vom 24.02.2015

die Bedrohung der europäischen Friedensordnung durch Russland. Putins Reconquista hat die politischen Gleichungen in Europa weiter kompliziert. Im Kampf um Griechenland geht es nicht mehr allein um die Abwendung eines Staatsbankrotts und um die Frage, was von den Prinzipien der Währungsunion übrig bleibt, sondern auch darum, wie stabil und widerstandsfähig die EU ist, wenn ihr eine aggressive Macht wie Putins Russland entgegentritt. //Die EU ist für diese Konfrontation schlecht gerüstet. Sie hat einen weichen Bauch, der von Budapest über Sofia bis nach Athen reicht. Griechenland könnte die Verschärfung der Sanktionen blockieren. Es könnte eine Energiepolitik sabotieren, deren Ziel die Verringerung der Abhängigkeit von russischem Gas und Öl ist. In der Nato könnte Athen zu einem Sicherheitsrisiko ersten Ranges werden. Käme es zum Bankrott, hätte Moskau noch genügend Devisenreserven, um sich in ein ruiniertes Griechenland einzukaufen, das überaus empfänglich wäre für die Legende vom Dolchstoß aus Brüssel und Berlin.

KommentarDer weiche Bauch

Der Bundestag hat mit großer Mehrheit für die Verlängerung der Griechenland-Hilfen gestimmt, obwohl das Kabinett Tsipras sich als unzuverlässiger Kantonist erweist. Griechenland wird nicht nur aus Sorge um den Euro unterstützt. Sondern auch aus Angst vor Putin.

© AFPVergrößernUnsicherer Kantonist: Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras.
Wenn Solidarität etwas mit Verlässlichkeit zu tun hat, wie Bundesfinanzminister Schäuble im Reichstag sagte, dann hat die Zustimmung des Bundestags zur Verlängerung der Griechenland-Hilfen nichts mit Solidarität zu tun. Denn Verlässlichkeit assoziiert kaum jemand mit der neuen griechischen Regierung. Das Kabinett Tsipras tritt fast täglich als eine Truppe von Täuschern und Tricksern auf, deren Ziel es ist, möglichst wenig von den Verpflichtungen einzuhalten, die Griechenland im Gegenzug zu den Finanzhilfen eingegangen ist. Das hatten sie ihren Wählern versprochen. Darüber hinaus greift Athen nun auch zu Drohungen, etwa der, die EU mit Flüchtlingen zu „überfluten“ – Solidarität auf griechisch. So kann sich nur ein Schuldner verhalten, der sicher ist, dass der Gläubiger keine andere Wahl hat, als ihm immer weiter zu helfen.
Daran ließ die EU lange keinen Zweifel aufkommen. Der Hauptgrund dafür ist die Angst um den Bestand und die Zukunft des europäischen Einigungswerks. Doch kam im letzten Jahr noch eine weitere Sorge dazu, auch wenn sie im Zusammenhang mit der Griechenland-Krise selten offen ausgesprochen wird: die Bedrohung der europäischen Friedensordnung durch Russland. Putins Reconquista hat die politischen Gleichungen in Europa weiter kompliziert. Im Kampf um Griechenland geht es nicht mehr allein um die Abwendung eines Staatsbankrotts und um die Frage, was von den Prinzipien der Währungsunion übrig bleibt, sondern auch darum, wie stabil und widerstandsfähig die EU ist, wenn ihr eine aggressive Macht wie Putins Russland entgegentritt.
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Die EU ist für diese Konfrontation schlecht gerüstet. Sie hat einen weichen Bauch, der von Budapest über Sofia bis nach Athen reicht. Griechenland könnte die Verschärfung der Sanktionen blockieren. Es könnte eine Energiepolitik sabotieren, deren Ziel die Verringerung der Abhängigkeit von russischem Gas und Öl ist. In der Nato könnte Athen zu einem Sicherheitsrisiko ersten Ranges werden. Käme es zum Bankrott, hätte Moskau noch genügend Devisenreserven, um sich in ein ruiniertes Griechenland einzukaufen, das überaus empfänglich wäre für die Legende vom Dolchstoß aus Brüssel und Berlin.
Und so einem unsicheren und undankbaren Kantonisten soll man mit Milliarden unter die Arme greifen? Putins Antwort darauf dürfte klar sein. Er schafft sich Protektorate, wo und wie er nur kann, zu jedem Preis.

Caught On Tape: The Moment Boris Nemtsov Was Assassinated

Caught On Tape: The Moment Boris Nemtsov Was Assassinated

Tyler Durden's picture




 
As the world contemplates the various 'provocation' scenarios - a Russian act, a CIA act meant to look like a Russian act, or a Russian act meant to look like a CIA act? - the following clip suggests this was anything but an ad hoc shooting...


The narrator suggests, as Nemtsov and his companion are walking along the road, a garbage truck (or cleaning vehicle) is behind them. When the garbage truck comes alongside the couple, it slows down, then moves ahead, then stops... and another man leaves the vehicle and jumps in a following car, which speeds away with tires smoking...

*  *  *
The video seems to be real, because the location EXACTLY fits the know murder spot. It does not seem likely that such a video could have been prepared in advance.

The murder EXACTLY takes place when the cleaning vehicle passes by. It is absolutely unclear where the assassin come from. Nobody can be seen walking towards or behind Nemtsov and his companion. Neither can somebody be seen walking to that specific spot to wait for them.

Therefore it seems very likely that the cleaning vehicle has something to do with it and the assassin could have traveled with the vehicle.

Since Nemtsov was shot from behind and the cleaning vehicle already caught up with them when the murder took place, it does not seem likely that the assassin traveled on the passenger seat next to the driver. He had to open and close the door and that may have drawn their attention. It seems likely that he had traveled on the back of the car. He could easily jump on and off and could also estimate if there were other people to close to them to do the operation at all at that moment.

Using a cleaning vehicle gives a lot of advantage: you can drive slowly, draw no attention, wait if necessary and thus pick exactly the right moment (with no other people nearby).

It does seem like the assassin had been following the couple already when he jumped on the vehicle. They may have crossed the road where the cleaning car was waiting. After seeing them pass by, it started entering the bridge. When they passed the assassin, he jumped on. In this way they could be sure that they had the right person AND they could pick the right moment without running to catch them up.

All the getaway car had to do was to wait until the cleaning vehicle got on the bridge, see the hit man jumped on and then get to follow from a distance to slowly catch up.

It all does look like a REALLY WELL orchestrated operation.

Totally weird is that there is no traffic at all behind them. Such a moment is very hard to pick, especially when you can see that there are many cars before the assassination moment. Right after the car picks up the assassin, new cars start arriving again. This indicates there had been some 'orchestration' here too. Either traffic lights had been red on all fronts or traffic had been halted in another way.
*  *  *
Of course - while this seems very coordinated - one might question the fact that surely they would be aware that cameras would be everywhere?
*  *  *
Questions remain, but Soviet ex-President Mikail Gorbachev is sure, the assassination of opposition politician Boris Nemtsov as an attempt to destabilize Russia. As Sputnik News reports,
"The assassination of Boris Nemtsov is an attempt to complicate the situation in the country, even to destabilize it by ratcheting up tensions between the government and the opposition,” Gorbachev said.

“Just who did this is hard to say, let’s not jump to any conclusions right now and give the investigators time to sort this all out,” he added.

Gorbachev did not rule out that the high-profile murder could encourage some people to urge the authorities to introduce a state of emergency, which he said would only exacerbate what is already a difficult situation.
*  *  *

der hat auch auf grossem Fuss gelebt.....wie unsere Freunde im Süden....







http://www.findmeahunt.com/blog/tag/canada/

"JA! JA!" Nix Geld für Tsipras, Varoufakis

JOACHIM PETRICK
28.02.2015 | 01:10 3

"JA! JA!" Nix Geld für Tsipras, Varoufakis

Friedensstiftung Vonwegen Helmut Kohls Erbe achten. wie Jakob Augstein in seiner SPIEGEL- Kolumne "Neue Finanzhilfen für die Griechen: JA! JA! JA!" den Lesern inbrünstig ans Herz legt.
Ein Nutzerbeitrag von Joachim Petrick
"JA! JA!" Alexis Tsipras, Yanis Varoufakis fordern nix an neuem Geld.
Den Griechen wurde von Brüssel durch die Troika längst genehmigtes Geld, das sie nicht mehr beanspruchen wollten, bis zum Juli 2015 aufgenötigt, um den trügerischen Schein, hier braver Schuldnerstaat Griechenland, da selbstlos besorgte Gläubiger in Brüssel zu wahren?
Wann begreifen Brüssel, Berlin, Paris, Amsterdam, Wien, Madrid, Lissabon, Rom. London endlich, dass in Athen, der Schuldendeflation in der Welt, in Europa geschuldet, ein Paradigmenwechsel vonstatten ging?, der das bisherige Schulderegime der Troika oder der Institution über Griechenland ums eigene "Verrecken" ausschließt und im Juli 2015 keiner weiteren Umschuldung mehr zustimmen wird?
Das ist neu in der Geschichte der Weltfinanzen, dass ein Schuldenstaat wie Griechenland, seinen monetären "Suizid" einem weiter aufgenötigten Schuldenregime innerhalb einer Währungszone, hier dem Euro  vorzieht.
Was ist zu tun?
Alexis Tsipras, Yanis Varoufakis wollen für Griechenland den Schuldenschnitt!, den Brüssel, Berlin, Paris, Amsterdam, Rom, Madrid, Wien, Lissabon, Dublin, London scheuen wie der Teufel das Weihwasser beim Abendmahl.
Wann begreifen Brüssel, Berlin, Paris, Amsterdam, Wien, Madrid, Lissabon, Rom. London endlich, dass in Athen, der Schuldendeflation in der Welt, in Europa geschuldet, ein Paradigmenwechsel vonstatten ging?, der das bisherige Schulderegime der Troika oder der Institution über Griechenland ausschließt und im Juli 2015 keiner weiteren Umschuldung mehr zustimmen wird?
Vonwegen Helmut Kohls Erbe achten. wie Jakob Augstein in seiner aktuellen SPIEGEL- Kolumne
"Neue Finanzhilfen für die Griechen: JA! JA! JA!"
den Lesern inbrünstig ans Herz legt, weil BILD ganzseitig breit und hoch "NEIN" geschrien hat "Kein neues Geld mehr für Griechenland!" .
Was ist mit Jakob Augstein los, dass er Helmut Kohl, der zu seinen Hochzeiten "BIRNE" geschimpft wurde, dessen angebliches Erbe so was von über den Klee lobt, wo er doch für diesen  früher journalistisch nur "BIRNE" Hohn und Spott übrig hatte?
Zur Erinnerung:
Bundeskanzler Helmut Kohl, DDR- Ministerpräsident Lothar de Maiziére, die deutsch- deutschen Außenminister Hans- Dietrich Genscher, Markus Meckel haben sich gleich nach der ersten freien DDR- Wahl am 18. März 1990 in den
"Zwei plus Vier- Gesprächen"
mit den einstigen Siegermächten USA, George Bush senior, UdSSR, Michail Gorbatschow, England, Margret Thatcher, Frankreich, Francois Mitterand, als unfähig erwiesen, wenigstens 53 Staaten, die sich im Krieg mit dem Dritten Reich befanden, einen monetär belastbaren Frieden zu stiften. Darauf konnte kein Segen liegen.
Da bleibt die Frage, werden die CDU- Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD- Vizekanzler Sigmar Gabriel die Größe und die Demut aufbringen, diesen Frieden wenigstens heute europaweit nacheilend als Modernisierungs- und Wachstumspakt monetär zu stiften?
Die immens deutschen Handelsbilanzüberschüsse wären da ein Pfund mit dem sich, ohne in die Vermögenssubstanz zu gehen, leichten und frohen Herzens zum Nutzen und Frommen der Weltwirtschaft wuchern ließe
Ich kann die Begeisterung Jakob Augsteins in dieser obigen u. a. Kolumnen für den athletischen Varoufakis und jungenhafte Tsipras durchaus verstehen, aber in der Sache selber nicht teilen.
Ist es doch mehr deren Zittern im europaweit dunklen Blätterwald, inszeniert als stämmig geschmeidig robustes Gebaren, weil die Welt der Medien nicht zu begreifen gedenkt, dass es in Zeiten deflationärer Tendenzen nur noch darum geht, wie hoch der Schuldenschnitt ausfällt, ohne gutes schlechtem Geld nachzuwerfen.
Seit Tagen der sogenannten Entkolonialisierung um das Jahr 1960 ist es gängige Praxis der entwickelten Staaten, voran den USA, Kanada, Großbritannien, West- Kontinental- Europa unterentwickelte Staaten der "Dritten Welt" durch überdimensionierte Projekte zum Schuldner gemacht, wie Bären am Nasenring, ohne Aussicht auf Entschuldung, durch die Kulisse zu zerren.
Neu ist nur, dass innerhalb einer Währungszone, dem Euro, an einem hinreichend entwickelten Staat wie Griechenland das gleiche unheilschwangere Exempel seit spätestens 2010 statuiert wird, dem jetzt der athletische Varoufakis und jungenhafte Tsipras einen Riegel vorschieben wollen.
Griechenland will kein neues Geld mehr, auch wenn Jakob Augstein in dem Aufmacher zu seiner Kolumne dreimal
"JA! JA! JA!"
dem NEIN von BILD entgegen schreibt, sondern sie wollen Griechenland aus dem bestehenden Verfahren der Troika binnen vier Monaten endgültig lösen. Es wäre gut, wenn das deutsche Publikum das frühzeitig mit Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble im Deutschen Bundestag begreift:
"Es geht nicht um neues Geld für Griechenland, es geht um das längst bewilligte"
So wie es Griechenland in Zeiten der Deflation ohne Aussicht auf einen belastbaren Wachstumspfad geht, geht es Millionen überschuldeten Privathaushalten in der Eurozone
Was Not tut, ist Notenbankgeld für einen Wachstums- und Modernisierungpakt in Europa, voran in der Eurozone. Das Jean Claude Juncker Modell mit den angeblich 300 Milliarden Euro Investitionen auf der Basis von Private Public Partnership (PPP) ist da n. m. E. reine Augenwischerei
JP
http://www.spiegel.de/politik/ausland/jakob-augstein-kolumne-zur-bild-kampagne-und-griechenland-a-1020582.html
Neue Finanzhilfen für die Griechen: JA! JA! JA!
Donnerstag, 26.02.2015 – 14:34 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein
https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/1990-die-unfaehigkeit-frieden-zu-stiften
JOACHIM PETRICK 27.02.2015 | 02:47 6
1990 Die Unfähigkeit, Frieden zu stiften
"Zwei plus Vier" Beim Streben nach dem Frieden sind die Länder des Abendlandes 1990, von Lissabon bis Wladiwosrock, als "Geisterfahrer" in die Ausfahrt zum Ewigen Unfrieden geraten
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

KOMMENTARE (3)

Rubelkrise Russland finanziert sich mit Notreserven Der niedrige Ölpreis und die Sanktionen setzen Russlands Wirtschaft zu. Jetzt greift das Land auf seine Notreserven zurück. Doch die könnten schnell aufgebraucht sein.


RubelkriseRussland finanziert sich mit Notreserven

Der niedrige Ölpreis und die Sanktionen setzen Russlands Wirtschaft zu. Jetzt greift das Land auf seine Notreserven zurück. Doch die könnten schnell aufgebraucht sein.

© DPAVergrößernNebel in Sankt Petersburg.
In der tiefen Wirtschaftskrise greift Russland seine eiserne Reserve an, um das ausufernde Defizit einzudämmen. Die Regierung veranschlagte am Freitag für dieses Jahr einen Fehlbetrag von 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Nach Angaben der Vize-Finanzministerin Tatjana Nesterenko sollen Ausgaben in Höhe von 1,07 Billionen Rubel (umgerechnet 15,4 Milliarden Euro) zusammengestrichen werden. Zudem sollen mehr als 46 Milliarden Euro aus einem Notfonds entnommen werden, den Russland für schlechte Zeiten vorhält. Damit wäre binnen Jahresfrist mehr als die Hälfte der eisernen Reserve aufgebraucht.
Sollte es wirtschaftlich noch stärker bergab gehen, rechnet die Regierung damit, dass sich der Topf noch schneller leert: Im schlimmsten Fall wären dann nach Andeutungen Nesterenkos mehr als 80 Prozent der Notreserve aufgebraucht.

Der niedrige Ölpreis setzt Russland zu

Der Staat ist wegen des massiv gesunkenen Ölpreises unter Druck geraten, da Milliarden-Einnahmen aus dem wichtigen Rohstoffexport wegbrechen. Das Öl- und Gasgeschäft macht einen Großteil der Einkünfte der gesamten Ausfuhrwirtschaft aus.
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Die Regierung hatte ursprünglich einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel bei der Haushaltsplanung angesetzt. Nun kalkuliert sie mit 50 Dollar. Der aktuelle Preis liegt bei rund 60 Dollar. Laut Nesterenko sollte der Staat den Rotstift noch stärker ansetzen. Präsident Wladimir Putin tut dies bereits: Er kürzte den Beschäftigten des Präsidialamtes die Bezüge um zehn Prozent.
Die Pläne werfen ein Schlaglicht auf die prekäre Haushaltslage des Schwellenlandes. Ursprünglich hatte die Regierung in Moskau mit einem Defizit von 0,6 Prozent geplant. Doch die Wirtschaftskrise und die Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt lassen den Haushaltsfehlbetrag ausufern.

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