«Panama Papers»
Bundesrat Maurer verteidigt Offshore-Geschäfte
Nach den Enthüllungen um die «Panama Papers» sieht der Finanzminister keinen Anlass, die Regeln zu verschärfen. Offshore-Firmen seien nicht illegal.
(sda)
Bundesrat Ueli Maurer sieht trotz der Enthüllungen der «Panama Papers» keinen Bedarf für weitere Regulierungen in der Schweiz. Der Finanzminister verteidigt die Praxis Wohlhabender, ihr Geld in Offshore-Geschäften zu investieren.
«Man muss diese Möglichkeiten schaffen», sagte Maurer in einem Interview, das der «Blick» am Freitag veröffentlichte. Die reichen Leute würden viel mehr Steuern bezahlen als er. «Ich bin nicht reich – und ohne Reiche müsste ich mehr Steuern bezahlen», argumentierte der SVP-Magistrat.
Er warnt einerseits davor, jetzt nach neuen Gesetzen zu rufen: In der Schweiz sei die Regulierungsdichte «definitiv» ausreichend, man könne nicht jede Tätigkeit unter staatliche Kontrollen stellen. Zudem gibt Maurer zu bedenken: «Wir dürfen uns nicht als Obermoralisierer der Welt aufspielen.»
