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Freitag, 8. Januar 2016

Vor allem die auf den Girokonten der SNB jenseits der Freibeträge erhobenen Negativzinsen von -0,75% bescherten der Nationalbank 2015 Erträge auf ihren Frankenpositionen von 1 Mrd. Fr.

Jahresergebnis der SNB
«Nur» noch 23 Milliarden Verlust

Der Buchverlust der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat sich zum Jahresende auf noch 23 Mrd. Fr. reduziert. Damit kommen Bund und Kantone doch noch in den Genuss einer Gewinnausschüttung.
  • von Peter Fischer
Der Berner SNB-Sitz und das benachbarte Bundeshaus; von dort schielen die Politiker auf die Gewinne der Nationalbank.

Der Berner SNB-Sitz und das benachbarte Bundeshaus; von dort schielen die Politiker auf die Gewinne der Nationalbank. (Bild: Gaëtan Bally / Keystone)

Es hätte schlimmer kommen können. Zum Ende des ersten Halbjahres 2015 hatte die Schweizerischen Nationalbank (SNB) noch einen Verlust von 50,1 Mrd. Fr. ausweisen müssen, der vor allem auf Wertverluste auf ihren hohen Fremdwährungsanlagen durch den erstarkten Franken zurückzuführen waren. Wie die SNB nun in ersten Angaben zum Jahresergebnis mitteilt, hat sich der SNB-Verlust knapp ein Jahr nach Aufhebung des Mindestkurses des Frankens gegenüber dem Euro auf insgesamt noch rund 23 Mrd. Fr. reduziert. Zu verdanken ist dies vor allem dem stärkeren Dollar, aber selbst für einen Euro musste Ende Jahr wieder gut 4 Rp. mehr bezahlt werden, als noch Ende der ersten Jahreshälfte.

Doch noch Geld für Kantone

Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen wird so noch rund 20 Mrd. Fr. betragen. Ansehnliche Zinserträge und Dividendenerträge haben zu dem besseren Ergebnis beigetragen; ihre genaue Höhe wird die SNB erst am 4. März publizieren Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 4 Mrd. Fr. Vor allem die auf den Girokonten der SNB jenseits der Freibeträge erhobenen Negativzinsen von -0,75% bescherten der Nationalbank 2015 Erträge auf ihren Frankenpositionen von 1 Mrd. Fr.
Die seit 2011 geltende Vereinbarung der Nationalbank mit dem Finanzdepartement über die Gewinnausschüttung sieht vor, dass die SNB an Bund und Kantone 1. Mrd. Fr. ausschüttet, solange dadurch die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung nicht negativ wird. Diese hat dank dem 2014 verbuchten stattlichen Gewinn von 38,3 Mrd. Fr. Ende 2014 wieder 27,5 Mrd. Fr. betragen. Zieht man davon den nun verbuchten Verlust ab, bleibt die Reserve auch nach Ausschüttung von 1 Mrd. Fr. im positiven Bereich. Anders als von den meisten erwartet, werden somit auch die Kantone doch noch in den Genuss einer ordentlichen Gewinnausschüttung der ihnen insgesamt zustehenden 666 Mio. Fr. kommen. Auch die privaten Aktionäre sollen für 2015 eine Dividendenzahlung von 15. Fr. pro Aktie erhalten.

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