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Freitag, 16. Januar 2015

Wahl in Griechenland rückt näherSchuldenschnitt? SYRIZA gibt sich moderat

15. Januar 2015, 11:30 | Kategorien: PolitikWirtschaft | Schlagworte: ,, | von 
Alexis_Tsipras_Syriza
Der Vorsitzende des Synaspismos und des Parteienbündnisses Syriza, Alexis Tsipras. 2013.

Aus dem Umfeld von SYRZIA-Chef Tsipras kommen beruhigende Töne: Eine Umschuldung Griechenlands würde billig werden. Die Gespräche mit den Geldgebern laufen bereits auf Hochtouren.
Wenn am 25. Januar in Griechenland das Parlament gewählt wird, könnte das Parteienbündnis SYRIZA als Sieger daraus hervorgehen und zur maßgeblichen politischen Kraft werden. Das ist ein Szenario, das bei den Ländern Unwohlsein hervorruft, die Griechenland mit ihren Kreditgarantien vor der Pleite bewahren. Doch aus dem Umfeld des SYRIZA -Führers Tsipras kommen jetzt beschwichtigende Töne.
»Ich kann die Deutschen jedenfalls beruhigen«, sagt Tsipras‘ Wirtschaftsberater John Milios: »Wir wollen kein neues Hilfsprogramm. Wir wollen nicht mehr abhängig sein.« Griechenland werde in der Lage sein, bei privaten Kapitalgebern Schulden zu machen, indem man Steuerhinterziehung bekämpfe. In jedem Fall, so Milos, werde man mit den europäischen Partnern über eine Neustrukturierung der griechischen Schulden verhandeln. Sein Ziel: »Die Schuldenlast muss sinken. Das ist unsere Forderung.« Auf »der technischen Ebene« gebe es hier »viele Lösungen«.
Unabhängig vom Wahlausgang laufen die Gespräche schon auf Hochtouren. Emissäre der deutschen und der französischen Regierung sowie der EZB sind in Athen, um Ansprechpartner für die wohl fälligen Verhandlungen ausfindig zu machen. Der Hintergrund für die Aktivitäten ist der banale Umstand, dass Tsipras und seine SYRIZA auf europäischer Ebene nicht besonders gut vernetzt sind.
Der Austritt Griechenlands aus der Eurozone wird zur Zeit als geringer eingeschätzt als 2012. Die Ratingagentur Moody’s jedenfalls hält ihn für »recht unwahrscheinlich«. Als schlimmste Folge von Neuverhandlungen werden Nachteile für die Neuaufnahme von Krediten durch die Partnerländer genannt. Moody’s teilte mit: »Das gestiegene Risiko könnte sich negativ auf die Kreditwürdigkeit anderer Euro-Länder auswirken, auch wenn die Ansteckungsrisiken geringer sind als auf dem Höhepunkt der Krise.«

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