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Samstag, 13. Dezember 2014

Internationale Energieagentur Erdölnachfrage dürfte 2015 schwächer steigen als zuletzt erwartet Die Internationale Energieagentur hat am Freitag ihre Prognose für die weltweite Nachfrage nach Erdöl gesenkt. Die IEA nannte unter anderem Sorgen um die Weltkonjunktur und den starken Dollar als Gründe


Internationale EnergieagenturErdölnachfrage dürfte 2015 schwächer steigen als zuletzt erwartet

Die Internationale Energieagentur hat am Freitag ihre Prognose für die weltweite Nachfrage nach Erdöl gesenkt. Die IEA nannte unter anderem Sorgen um die Weltkonjunktur und den starken Dollar als Gründe.

© DPAVergrößernErdölplattform in der Nähe von Neftejugansk, Russland
Die Nachfrage nach Erdöl dürfte trotz sehr niedriger Preise im kommenden Jahr langsamer wachsen als zuletzt angenommen. Die weltweite Nachfrage nach Erdöl werde um 900.000 Barrel auf täglich 93,3 Millionen Barrel ansteigen, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) am Freitag in Paris mit. Zuletzt war die Energieagentur noch von einer Nachfrage von täglich 93,6 Millionen Barrel - ein Barrel entspricht 159 Litern - pro Tag ausgegangen.
Die Absenkung ihrer Prognose begründet die IEA mit dem „immer zögerlicheren Rhythmus der Erholung der Weltwirtschaft“, der Streichung von Subventionen für Erdölprodukte und dem Anstieg des Dollarkurses. Dabei sind die Erdölpreise seit Juni um mehr als 40 Prozent gefallen. Am Donnerstag rutschte der Preis für ein Barrel an der New Yorker Handelsbörse erstmals seit fünf Jahren unter die symbolische Marke von 60 Dollar.
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Es werde womöglich „eine Weile dauern“, bis Angebot und Nachfrage auf die niedrigen Preise reagieren, sagte die IEA dazu. Laut der Energieagentur bergen die niedrigen Preise auch erhebliche Risiken für Erdöl produzierende Staaten, insbesondere Russland und Venezuela, denen wertvolle Einnahmen verloren gehen. Es drohten „soziale Instabilität oder finanzielle Schwierigkeiten, wenn Produzenten bei der Rückzahlung von Schulden Schwierigkeiten bekommen“, warnte die IEA.

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