Ukraine-KonfliktKiew will mächtigste Armee Europas
Noch hält die vereinbarte Waffenruhe zwischen der ukrainischen Regierung und den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes. Doch ein dauerhafter Frieden ist nicht in Sicht. Der Sicherheitsrat in Kiew will die Armee für einen möglichen Krieg mit Russland militärisch aufrüsten.
17.12.2014
© DPA
Soldaten des 12. ukrainischen Freiwilligen-Bataillons singen nach ihrer Rückkehr von der Front am Tag der Armee am 6. Dezember in Kiew die Nationalhymne.
Der neue Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates in der Ukraine will für einen möglichen Krieg gegen Russland die „mächtigste Armee Europas“ gründen. Ungeachtet der wirtschaftlichen Probleme brauche die Ukraine ein schlagkräftiges Militär - etwa dazu, um die von Russland annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim zurückzuerobern, sagte der als Hardliner bekannte Alexander Turtschinow.
Der von dem proeuropäischen Präsidenten Petro Poroschenko ernannte Leiter des Sicherheitsrats sagte Medien zufolge am Mittwoch, dass die Armee zudem die von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete in der Ostukraine „befreien“ werde.
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Für die Kampfeinsätze werde in den Streitkräften eine 100.000 Mann starke Reserveeinheit gebildet, sagte Turtschinow. „Wir haben keinen anderen Ausweg“, meinte der frühere Parlamentschef. Dazu solle es im kommenden Jahr eine Mobilisierung in einzelnen Etappen geben.
„Unser Krieg endet erst, wenn das ganze Gebiet der Ukraine - einschließlich der Autonomen Republik Krim - befreit ist“, sagte Turtschinow. Die ukrainische Führung strebt einen Beitritt zur Nato an und hofft auf Milliardenhilfen, militärische Unterstützung sowie Waffenlieferungen aus dem Westen. Die frühere Sowjetrepublik hatte zudem ihren Rüstungsetat zuletzt deutlich aufgestockt.

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