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Dienstag, 12. Mai 2015

Die Waghalsigen Zuletzt versucht der Gründer und Chef des Beteiligungsfonds Japonica, der wie ein Hedgefonds arbeitet, seine Botschaft über eine internationale Anzeigenkampagne unter die Leute zu bringen. Die private Holding Japonica ist rund zehn Milliarden Dollar schwer. Der ehemalige Goldman-Sachs-Berater trommelt dabei nicht uneigennützig für Griechenland.

Diese Anleger stehen auf griechische Staatsanleihen

Die Waghalsigen

Zuletzt versucht der Gründer und Chef des Beteiligungsfonds Japonica, der wie ein Hedgefonds arbeitet, seine Botschaft über eine internationale Anzeigenkampagne unter die Leute zu bringen. Die private Holding Japonica ist rund zehn Milliarden Dollar schwer. Der ehemalige Goldman-Sachs-Berater trommelt dabei nicht uneigennützig für Griechenland.
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Der Amerikaner hat bereits im Sommer 2012 griechische Anleihen satt gekauft und „will am gesamten Investment festhalten“, das mehrere Milliarden Euro schwer sein soll. Nach seiner Lesart betrug die griechische Staatsschuld im Jahr 2013 nicht 319 Milliarden Euro, sondern 33 Milliarden Euro. Und die Schuldenquote lag im selben Jahr auch nicht bei 175 Prozent, sondern bei lediglich 18 Prozent, wie er jetzt in München bei einer Vorlesung des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo sagte. Sein Problem: Bislang haben sich die entscheidenden Leute seiner Meinung nicht angeschlossen.
Da hilft es ihm auch wenig, dass zuversichtlich bleibt, dass „der griechische Wähler schon bald von der Regierung fordert, einen professionellen Finanzminister zu ernennen, der bereits Erfolge vorzuweisen hat“, wie er dem Handelsblatt sagte. Für ihn kommt es darauf an ein paar talentierte Manager in der Regierung mit den wichtigsten Reformen zu beauftragen. Darauf wartet aber nicht nur er. Auch die Troika wird langsam ungeduldig. Ob der Mann mit dem Gespür für unterbewertete Firmen, der sich damit in den achtziger Jahren einen Namen machte, auch im Fall Griechenland richtig liegt? Langsam wird es eng.


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