02.03.2015
Heta-Krimi geht weiter: Wer sind die größten Gläubiger, die rasiert werden sollen?
Insgesamt stehen laut Bloomberg Verbindlichkeiten der Heta von 8,885 Milliarden Euro aus. Auf den Top-Plätzen der Asset Management-Gesellschaften unter den Gläubigern, die von dem bis 31.05.2016 dauernden Schuldenmoratortium, das die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) mitMandatsbescheid vom 01.03.2015 verhängt hat, betroffen sind, findet sich das Who is Who des Investmentfondsgeschäfts (siehe Bloomberg-Tabelle im Anhang).
Die größten bekannten Gläubiger: UI, Pimco und DWS
Die Gläubigerliste führt Universal Investment an, wo wohl einige Fondsadvisor, die in einer UI-Fondshülle tätig werden, Positionen bezogen haben, mit aggregierten Nominalwerten von 411,7 Millionene Euro, gefolgt von Pimco mit 321,2 Millionen Euro und der DWS mit zusammengefasst 275,8 Millionen Euro. Als erstes österreichiches Haus folgt die Kepler KAG mit 67,1 Millionen Euro vor dem Asset Management-Riesen BlackRock mit 42,1 Millionen Euro. Von den Top 5 haben interessanterweise alle mit Ausnahme der DWS zuletzt aufgestockt. UBS Fund Management ging den anderen Weg und reduzierte deutlich seine Position in Heta-Anleihen um 40,1 Millionen auf 17,1 Millionen Euro Nennwert.
Nur die Spitze des Eisbergs
Wo wohl der wesentlich größere Rest der Heta-Anleihen liegt? Anzunehmen ist, dass hier österreichische und deutsche Versicherer Papiere halten, die nun ebenfalls in der Bredouille sind und wohl den Klagsweg beschreiten werden. So manche Adresse wird ident sein mit denjenigen, die bereits einen vollen Haircut mit Nachranganleihen der Heta letztes Jahr erhielten. Sowohl Senior als auch Junior-Anleihen verfügen im Übrigen über eine Ausfallshaftung des Bundeslandes Kärnten.
Kommetar eines Wissenden
Was ist mit der Landesausfallshaftung?
Ansprüche gegen das Land Kärnten sollten erst nach abgeschlossener Liquidierung der Heta schlagend werden, allerdings werde es sicherlich auch gegen das verhängte Moratorium und die Rolle Kärntens Klagen geben, die die Lage noch unübersichtlicher machen, meint der ausgewiesene Kenner der Distressed Bond-Szene Schmidlin. (kb)
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