Wegen SanktionenGasprom-Tochter bekommt wohl Milliardenhilfen
Der Öl-Konzern Neft bittet den russischen Staat um mehrere Milliarden. Auch Rosneft hatte zuvor milliardenschwere Finanzhilfen beantragt. Die Konzerne sind wegen der Sanktionen von westlichen Geldquellen abgeschnitten.
06.03.2015
Das russische Ölunternehmen Gasprom Neft ist einem Zeitungsbericht zufolge auf Finanzhilfen der Regierung in Moskau angewiesen. Die Tochtergesellschaft des Gaskonzerns Gasprom habe den Staat um umgerechnet rund 2,9 Milliarden Euro (198 Milliarden Rubel) gebeten, berichtete die Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag.
Gasprom Neft habe eine Liste mit Projekten eingereicht, bei denen die Regierung dem Konzern unter die Arme greifen solle. Ein offizieller Antrag stehe aber noch aus. Gazprom Neft lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Mehrere russische Unternehmen sind in Finanzierungsnot geraten, weil sie durch Sanktionen der EU und den Vereinigten Staaten von westlichen Geldquellen abgeschnitten sind.
So hat Russlands größter Ölkonzern Rosneft milliardenschwere Finanzhilfen beantragt. Der Gasproduzent Novatek und die Bank VTB haben ihrerseits den staatlichen Vermögensfonds angezapft, der eigentlich als Stütze für das russische Rentensystem gedacht ist. Die Unternehmen bekommen die Folgen der Strafmaßnahmen zu spüren, die der Westen aus Protest gegen die Rolle der russischen Regierung im Ukraine-Konflikt verhängt hat.
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