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Dienstag, 24. März 2015

Ukraine bittet Russland um Schuldengespräche

RezessionUkraine bittet Russland um Schuldengespräche

23. März 2015, aktualisiert heute, 00:02 Uhr
„Wir hoffen auf gemeinschaftliche Gespräche mit Russland“, sagt die ukrainische Finanzministerin, Natalia Jaresko, in London. Das angeschlagene Land hat Russland um Schuldengespräche gebeten. Quelle: dpaBild vergrößern
„Wir hoffen auf gemeinschaftliche Gespräche mit Russland“, sagt die ukrainische Finanzministerin, Natalia Jaresko, in London. Das angeschlagene Land hat Russland um Schuldengespräche gebeten.Quelle: dpa
Quelle: Handelsblatt Online
Die Schuldenlast macht der Ukraine schwer zu schaffen: Deshalb bittet das Land zu Schuldengespräche mit Russland über Anleihen im Wert von drei Milliarden gebeten. Bislang blieb eine Reaktion auf den Vorstoß aus.
LondonDie wirtschaftlich schwer angeschlagene Ukraine hat Russland zu Gesprächen über eine Umschuldung eingeladen. Bislang habe ihr Land aber keine Antwort aus Moskau erhalten, sagte Finanzministerin Natalia Jaresko am Montag bei einer Veranstaltung in London. „Wir hoffen auf gemeinschaftliche Gespräche mit Russland.“
Konkret geht es um Anleihen im Wert von drei Milliarden Dollar mit Fälligkeitsdatum Dezember, die Russland hält. Diese sind Teil einer Schuldenlast, die die Ukraine im Rahmen eines internationalen Hilfsprogramms umstrukturieren muss.
Russische Regierungsvertreter, darunter Finanzminister Anton Siluanow, haben erklärt, dass sie zu einer Umschuldung nicht bereit sind. Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten sind extrem angespannt. Die Regierung in Kiew wirft Moskau vor, prorussische Separatisten im Osten des Landes militärisch zu unterstützen. Russland weist dies zurück.
Die Ukraine steckt tief in der Rezession. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewilligte kürzlich ein Kreditprogramm über 17,5 Milliarden Dollar. Damit soll das Land wirtschaftlich dauerhaft stabilisiert werden.
Die IWF-Kredite sind Teil eines internationalen Hilfsprogramms über 40 Milliarden Dollar. Ein Teil davon - der Währungsfonds spricht von 15 Milliarden Dollar - soll von den Gläubigern des Landes beigesteuert werden, etwa über einen Forderungsverzicht oder die Stundung von Zahlungen.

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