Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Dienstag, 21. August 2012

HB FinabceToday: Notenbanker verlieren Gelassenheit


Dienstag, 21. August 2012 vorherige Ausgabe » anmelden »

efsf.jpg
Notenbanker verlieren Gelassenheit

Der Zwist zwischen der europäischen Zentralbank und Deutschland wird heftiger. Gerade noch hatte der EZB-Direktor Jörg Asmussen gesagt, dass die Zentralbank Staatsanleihen verschuldeter Euro-Länder ohne Limit ankaufen könnte - schon tritt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann auf die Bremse. » (Handelsblatt » Süddeutsche Zeitung) "Wenn so viele mit so unterschiedlicher Vehemenz protestieren, wird es spannend, was passiert, wenn die EZB dann doch auf Einkaufstour geht?", fragt sich das » Handelsblatt. "Im Streit über die richtige Strategie für die Euro-Rettung verlieren jetzt offenbar selbst die Notenbanker ihre Gelassenheit", schreibt der » Spiegel. Für den parlamentarischen Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto (FDP) verlieren "EZB-Direktor Asmussen, Mario Draghi und die ganze EZB offenbar immer stärker ihre alleinige Aufgabe und Daseinsberechtigung aus dem Blick, nämlich für Geldwertstabilität zu sorgen." » (Handelsblatt) Und für die » Financial Times Deutschland ist klar: "Die alte Binse, wonach Zentralbanken und Regierungen aus geld- und fiskalpolitischen Rettungsnummern so schnell nicht mehr herauskommen, erfährt gerade Mario Draghi am eigenen Leib. Jetzt reichen jedoch schon Versprechen und Versprecher." "Während in der EZB Vorbereitungen für neue Ankäufe von Staatsanleihen der Peripherieländer getroffen werden, spricht die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht erstmals explizit das Risiko einer Staatspleite an. Größer könnten die Differenzen im Vorfeld der EZB-Ratssitzung Anfang September kaum sein.", schreibt das » Wall Street Journal Deutschland. "Jetzt sind die Politiker aus dem Urlaub zurück, greifen in die Krisendiplomatie ein - und prompt kehren Schlagzeilen über den möglichen Crash der Währungsunion zurück", meint die » Wiener Zeitung und zitiert Karel Lannoo von der Büsseler Denkfabrik Centre for European Policy Studies. Für den war die die politische Kommunikation die größte Schwäche in den zweieinhalb Jahren der Eurokrise.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen