Euro-Krise: Shell bringt seine Milliarden in Sicherheit
06.08.2012, 09:20 Uhr
Der Ölkonzern will seine Geldreserven in Sicherheit wissen. In Europa ist das offenbar nicht der Fall. Denn nun zieht Shell offenbar Gelder in Milliardenhöhe aus Ländern der Euro-Zone ab. 
Eine alte Benzinpumpe von Shell. Quelle: Reuters
LondonDer Ölkonzern Royal Dutch Shell zieht wegen der Schuldenkrise Gelder in Milliardenhöhe aus Europa ab. Finanzvorstand Simon Henry sagte der Londoner Tageszeitung „The Times“, das Unternehmen wolle die 15 Milliarden Dollar Barmittel statt dessen in US-Staatsanleihen oder bei US-Banken anlegen.
Der britisch-niederländische Konzern sehe sich gezwungen, seine Risiken in den am schwersten von der Schuldenkrise betroffenen Ländern der Euro-Zone zurückzufahren. Der Zeitung zufolge zieht Shell den größten Teil seiner Liquiditätsreserven aus Europa ab.
Im vergangenen Quartal ging der Gewinn bei Shell zurück. Der weltweit zweitgrößte Ölkonzern verzeichnete ein Gewinnminus vor Sonderposten von knapp 14 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar.
Shell litt im zweiten Vierteljahr vor allem unter den hohen Wartungs- und Stilllegungskosten für Aktivitäten im Golf von Mexiko. Nach nur einer Woche musste der Konzern eine Raffinerie in Texas wegen massiver Korrosionsschäden wieder schließen. Shell-Chef Peter Voser zufolge soll die Anlage bis 2013 wieder an den Start gehen.
Shell litt im zweiten Vierteljahr vor allem unter den hohen Wartungs- und Stilllegungskosten für Aktivitäten im Golf von Mexiko. Nach nur einer Woche musste der Konzern eine Raffinerie in Texas wegen massiver Korrosionsschäden wieder schließen. Shell-Chef Peter Voser zufolge soll die Anlage bis 2013 wieder an den Start gehen.
Öl- und Gaskonzerne
Höhere Margen im Raffineriegeschäft halfen der Gesellschaft nicht. In Nordamerika ist wegen unkonventioneller Förderungsmethoden der Gaspreis stark unter Druck. Als Dividende will Shell im zweiten Quartal mit 43 Cent insgesamt einen Cent mehr als im Vorjahreszeitraum ausschütten.
Zudem haben Konkurrenten aus Asien dem Unternehmen jüngst zugesetzt. So zog sich Shell aus dem Rennen um eine Übernahme von Cove Energy aus Angst vor zu hohen Kosten zurück. Nun macht das thailändische PTT-Unternehmen das Geschäft.
Zudem haben Konkurrenten aus Asien dem Unternehmen jüngst zugesetzt. So zog sich Shell aus dem Rennen um eine Übernahme von Cove Energy aus Angst vor zu hohen Kosten zurück. Nun macht das thailändische PTT-Unternehmen das Geschäft.




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