Danke erstmal für die Petition - daß diese angenommen wurde ist ja schonmal ein Erfolg!
Daß diese "freiwillige" Umschuldung allein auf institutionelle Investoren zugeschnitten war zeigt schon die Abwicklung:
- es wurde ausschließlich mit Instis verhandelt, die Kleinanleger als Verbraucher saßen noch nicht einmal am Katzentisch;
-
das allein verbindliche 167-seitige Invitation Memorandum wurde mit dem
Umtauschangebot seitens der Depotbank an den Verbraucher nicht
ausgehändigt, lediglich verwies man auf eine Link zum Herunterladen;
-
es dürfte wohl unstreitig sein, daß ein 167-seitiges Dokument in
hochkomplexem Juristen-Englisch ohne weitere Erläuterungen und
Aufklärungshinweise nicht für Verbraucherhände geeignet ist;
- 5 Tage Reaktionszeit, einschließlich Wochenende.
Wenn
die Europäische Kommission ihre Aufgabe ernst nimmt - wovon ich mal
ausgehe - dann kann sie diese Fakten nicht einfach vom Tisch wischen.
Man
kann sich nicht die Stärkung der Verbraucherrechte auf die Fahnen
schreiben und dann eine solche Nacht- und Nebel-Enteignungsaktion als
"verbraucherschutzkonform" durchgehen lassen.
Insofern bin ich
durchaus verhalten optimistisch, daß es für die Kleinanleger als
Verbraucher noch eine deutliche Nachbesserung geben wird.
Aldy
zusätzlich gab es für die griechischen Banken als größte Gläubiger einen 1:1 Ausgleich in Form einer Kapitalinjektion durch den EFSF- was wiederum den Schuldenstand des Staates so erhöht hat, daß der "Schuldenschnitt" kaum etwas an der Verschuldung reduziert hat.
AntwortenLöschenWeiß jemand, ob der Norwegische Staatsfonds mehr unternommen hat als öffentliche Kritik zu äußern: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/yngve-slyngstad-norwegischer-staatsfonds-die-umschuldung-griechenlands-war-eine-unglueckliche-entscheidung-11745616.html ?