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Samstag, 21. Juni 2014

Um eine Staatspleite zu verhindern, lenkt Argentiniens Präsidentin Kirchner ein. Sie will mit jenen Gläubigern reden, die sie vor Kurzem noch als „Geierfonds“ beschimpft hat.

SchuldenkriseArgentinien will nun doch mit Hedgefonds verhandeln

Um eine Staatspleite zu verhindern, lenkt Argentiniens Präsidentin Kirchner ein. Sie will mit jenen Gläubigern reden, die sie vor Kurzem noch als „Geierfonds“ beschimpft hat.
© AFPVergrößernStaatschefin Cristina Kirchner ist nun doch bereit, mit den Gläubigern zu sprechen
Argentinien ist zu Verhandlungen mit Anleihe-Investoren bereit, um eine Staatspleite abzuwenden. Die Regierung werde mit allen Gläubigern des Landes Verhandlungen führen, erklärte Präsidentin Cristina Kirchner am Freitag. „Wir wollen 100 Prozent der Gläubiger bezahlen“, sagte die Staatschefin.
An den Finanzmärkten führten ihre Worte zu einer deutlichen Reduzierung der Risikoaufschläge für argentinische Staatsanleihen. Im Falle einer Staatspleite wäre auch deutsches Geld in Milliardenhöhe gefährdet.
Zuvor hatte Argentinien jahrelang jegliche Verhandlungen mit Investoren abgelehnt, die sich nicht an zwei Schuldenschnitten nach der vergangenen Pleite 2002 beteiligt hatten. Mehrere Fonds hatten sich vor einem US-Gericht erfolgreich dagegen gewehrt, auf Ansprüche gegen das klamme Land zu verzichten. Diese Woche hatte ein US-Gericht die Ansprüche der Anleger bestätigt.
Im Gegensatz zu den von Kirchner als „Geierfonds“ bezeichneten Investoren hatten rund 90 Prozent der Gläubiger damals an den Schuldenschnitten teilgenommen und dabei auf etwa zwei Drittel ihrer Forderungen verzichtet.
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Argentinien befürchtet allerdings, dass diese Kreditgeber neue Forderungen stellen, sollten die Hedgefonds ausbezahlt werden.

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