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Mittwoch, 8. August 2012

HB: Dass die Europäische Zentralbank Griechenland indirekt vor dem Bankrott rettet, indem sie den Banken des Landes Geld leiht, sorgt für Empörung. "Die Zockerei der EZB wird immer abenteuerlicher.

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Armutszeugnis einer Spielbank?
Dass die Europäische Zentralbank Griechenland indirekt vor dem Bankrott rettet, indem sie den Banken des Landes Geld leiht, sorgt für Empörung. "Die Zockerei der EZB wird immer abenteuerlicher. Unter dem Präsidenten Mario Draghi (Foto) verkommt die EZB offenbar zur Spielbank", sagt Hans Michelbach, Obmann der Unions-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss dem » Handelsblatt. Das sieht der » Spiegel ähnlich: "Mit abenteuerlichen Methoden hilft die Europäische Zentralbank Athen über die akute Finanznot hinweg. Die Troika hat faktisch keine Wahl mehr: Sie muss die nächste Hilfszahlung freigeben, egal wie es um die Reformen steht." Und das » Handelsblatt kommentiert: "Die Zentralbank ordnet sich freiwillig dem Primat der Politik unter. Das ist ein Armutszeugnis, ein Tiefpunkt in der europäischen Geldpolitik." Mit dem kürzlich gegebenen Versprechen von Draghi, alles zum Erhalt des Euro Notwendige zu tun, beschäftgt sich ebenfalls aktuell die Wirtschaftspresse. "Draghi bedroht die Glaubwürdigkeit der EZB", meint Melvyn Krauss, emeritierter Wirtschaftsprofessor an der New York University, in einem Gastbeitrag für die » Financial Times Deutschland. Und für die » Welt ist der "Draghi-Optimismus eine fragile Bestie". Herbert Walter, ehemaliger Chef der Dresdner Bank, kritisiert in einer » Handelsblatt-Kolumne Draghis Stil. Er "macht die Isolation des Bundesbank-Chefs Jens Weidmann im EZB-Direktorium öffentlich. Das hat es in dieser Form noch nie gegeben - und es ist ein gefährliches Signal."

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