Staatspräsident warntStürmen die Griechen ihre Banken?
16.05.2012, 06:41 Uhr
Die
chaotische politische Lage in Griechenland hat ernste Konsequenzen -
immer mehr Griechen heben aus Angst vor der Zukunft ihr Geld von den
Banken ab. Staatspräsident Karolos Papoulias warnt vor einer Tragödie.
Um die griechischen Banken ist es schlecht bestellt. In der Krise heben viele Sparer ihr Geld ab. Quelle: dapd
AthenDie
zerfahrene politische Lage in Griechenland stürzt die Griechen nach den
Worten von Staatschef Karolos Papoulias in tiefe Unruhe: Am Montag
seien 700 Millionen Euro von den Banken des Landes abgehoben worden,
berichtete Papoulias am Dienstag unter Berufung auf Staatsbankchef
Georgios Provopoulos. Der Staatsbankchef habe ihm erklärt, dass die Lage
der Banken "sehr schwierig" und das Banksystem "derzeit sehr schwach"
sei.
Provopoulos habe ihn gewarnt, dass die Lage sich in den nächsten
Tagen noch verschärfen werde. Derzeit bestehe zwar noch keine Panik,
"doch es bestehen viele Ängste, die in Panik umschlagen könnten", sage
Papoulias. Die gescheiterten Versuche zur Regierungsbildung in
Griechenland hatten Sorgen über die Zukunft des Landes in der Eurozone
ausgelöst. Im Juni soll es Neuwahlen geben.
Nach
dem Scheitern aller Gespräche über eine Regierungsbildung muss im
pleitebedrohten Griechenland neu gewählt werden. Als wahrscheinlicher
Wahltermin gilt der 17. Juni. Am heutigen Mittwoch soll über die Bildung
einer Interimsregierung beraten werden. Die Finanzmärkte reagierten am
Dienstag schockiert auf die Nachrichten aus Athen.
Beobachter gehen davon aus, dass bei Neuwahlen extrem linke und rechte Parteien weiter erstarken könnten. Aus der Abstimmung am 6. Mai war die linksradikale Syriza von Alexis Tsipras als zweitstärkste Kraft nach konservativer Nea Dimokratia und vor sozialistischer Pasok hervorgegangen. Tsipras will trotz drohenden Staatsbankrotts das Sparprogramm des Landes auf Eis legen.
Beobachter sprechen von einer Schicksalswahl. Damit werde die Zukunft des Landes auf Jahrzehnte hinaus bestimmt. Angesichts der finanziellen Turbulenzen gehe es auch um Euro oder Drachme, die alte Währung.
Staatspräsident Papoulias warnte, dass Griechenland dringend eine neue arbeitsfähige Regierung benötige, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Ohne internationale Hilfen ist das Land Ende Juni pleite.
Beobachter gehen davon aus, dass bei Neuwahlen extrem linke und rechte Parteien weiter erstarken könnten. Aus der Abstimmung am 6. Mai war die linksradikale Syriza von Alexis Tsipras als zweitstärkste Kraft nach konservativer Nea Dimokratia und vor sozialistischer Pasok hervorgegangen. Tsipras will trotz drohenden Staatsbankrotts das Sparprogramm des Landes auf Eis legen.
Beobachter sprechen von einer Schicksalswahl. Damit werde die Zukunft des Landes auf Jahrzehnte hinaus bestimmt. Angesichts der finanziellen Turbulenzen gehe es auch um Euro oder Drachme, die alte Währung.
Staatspräsident Papoulias warnte, dass Griechenland dringend eine neue arbeitsfähige Regierung benötige, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Ohne internationale Hilfen ist das Land Ende Juni pleite.

Die sogenannte SYRIZA Partei ist keine eigenständige Partei, sondern ein Zusammenschluss mehrerer linkischer Parteien.
AntwortenLöschenDeshalb erhält sie bei Neuwahlen, auch als stärkste Kraft, keine zusätzlichen 50 Parlamentssitze!