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Mittwoch, 6. Juni 2012

Darf man sich den „Grexit" ausmalen? Ein Briefwechsel

Darf man sich den „Grexit" ausmalen? Ein Briefwechsel

05. Juni 2012, 08:14 Uhr

Von Rainer Hank
Griechenland - Foto: dapdUnser Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 27. Mai über den „Grexit", den Austritt Griechenlands aus dem Euroraum hat viele Reaktionen provoziert - unter anderem eine Kolumne von Thomas Straubhaar, Chef des HWWI, auf stern.de. Straubhaar misstraut zutiefst den Austrittsüberlegungen der Ökonomen und nennt sie „unverantwortlich". Mein Co-Autor Christian Siedenbiedel und ich misstrauen dagegen der Rationalität der Politiker, die ihre Entscheidungen „alternativlos" nennen. Daraus entspann sich ein Briefwechsel über die Verantwortung von Ökonomen, Politikern und Journalisten in der Eurokrise - die Briefe von Thomas Straubhaar stehen eingerückt und fett, die von mir mager und links.
Lieber Herr Hank
immer noch lese ich die FAS mit großem Interesse und auch Genuss! So auch gestern. Der Aufmacher von Ihnen und Christian Siedenbiedel und das 4-Punkte-Programm von Dennis Snower  haben mich sogar dazu inspiriert, einen Kommentar für meine wöchentliche Stern.de-Kolumne zu schreiben. Eigentlich müssten Sie - bei aller Gegensätzlichkeit, die uns bei der Euro-Frage trennt - dem Grundgedanken meiner anderen Sicht beistimmen. Denn eigentlich finde ich vieles, von dem was da so vorgeschlagen wird, eine Anmassung des Wissens, was richtig und falsch ist. Das ist eine Schiedsrichterposition der Ökonomik, die es - das mindestens meine "intellektuelle" Lehre aus den letzten Jahren - weniger denn je gibt.
Herzliche Grüße und auf bald
Ihr Thomas Straubhaar

 
 

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