James Turk im Interview„Der letzte Rest an Vertrauen geht verloren“
13.06.2012, 09:14 Uhr, aktualisiert 09:58 Uhr
Unser
Geld wird dramatisch an Wert verlieren, meint James Turk. Im Interview
erklärt der Edelmetall-Experte, warum er mit einer Währungsreform
rechnet und wieso er auf Gold schwört.
James Turk ist Gründer der Edelmetall-Handelsplattform GoldMoney.
Mr. Turk, Sie warnen vor dem großen Crash. Wann wird es denn soweit sein?
Ich kann nicht sagen wann, auch nicht, was der Auslöser sein wird. Wird es der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sein, der Kollaps einer spanischen Bank? Ich weiß es nicht. Auch im Sommer 2008 wusste noch niemand, dass es die Pleite von Lehman Brothers sein würde, die alles zum Einsturz bringt. Aber jeder hatte eine Ahnung, dass etwas passieren wird. Diesmal ist es wieder so. Wir alle ahnen, dass etwas sehr Unschönes auf uns zukommt.
Rechnen Sie mit einem ähnlichen Absturz wie 2008?
Nach der Lehman-Pleite hatten wir es mit einer Liquiditätskrise zu tun. Banken gaben keine Kredite mehr, weil sie Angst hatten, dass sie das Geld nicht zurückbekommen würden. Es fehlte an Liquidität. Die Folge: Um an Geld zu kommen, verkauften Investoren alles, was sie im Portfolio hatten, auch Gold. Heute ist die Situation anders: Die Notenbanken haben die Märkte mit Geld überflutet. Liquidität gibt es im Überfluss. Diesmal geht es nicht darum, ob man sein Geld zurückbekommt, sondern darum, ob es in Zukunft überhaupt noch etwas wert sein wird. Diese Angst ist viel gefährlicher.
Wo liegen die Ursachen der Krise?
In den Boom-Jahren wurde zu viel Geld verliehen, zu viele Schulden angehäuft. Dieses Problem wurde in den vergangenen vier Jahren nicht gelöst. Viele Staaten haben ein Maß der Verschuldung erreicht, das nicht mehr tragbar ist. Manche Staaten sind bereist kollabiert, beispielsweise Island, Dubai oder Griechenland. Spanien oder Italien werden folgen. Der Punkt an dem es nicht mehr weitergeht, ist bald erreicht.
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Was machen Sie, wenn Staaten den Goldbesitz verbieten und Gold konfiszieren?
Das ist in der Tat eine Gefahr. Dagegen hilft nur, das Gold an verschiedenen Plätzen, in verschiedenen Ländern zu lagern. Lagern Sie nicht alles Gold an dem Ort, an dem Sie wohnen.
Wo lagern Sie das Gold?
London, Zürich und Hongkong.
Hongkong? Wer garantiert, dass das Gold in China gut aufgehoben ist?
Hongkong ist ein Teil Chinas, richtig. Aber das Eigentum ist nach britischem Recht geregelt. Das ist ganz entscheidend.
Was ist mit den USA?
Die kommen nicht infrage, auch nicht in Deutschland, Italien oder Russland. Alle diese Staaten haben in der Vergangenheit schon einmal den Goldbesitz verboten.
Vielen Dank für das Gespräch. Hoffen wir, dass ihre Prognosen nicht wahr werden.
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Ich kann nicht sagen wann, auch nicht, was der Auslöser sein wird. Wird es der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sein, der Kollaps einer spanischen Bank? Ich weiß es nicht. Auch im Sommer 2008 wusste noch niemand, dass es die Pleite von Lehman Brothers sein würde, die alles zum Einsturz bringt. Aber jeder hatte eine Ahnung, dass etwas passieren wird. Diesmal ist es wieder so. Wir alle ahnen, dass etwas sehr Unschönes auf uns zukommt.
Rechnen Sie mit einem ähnlichen Absturz wie 2008?
Nach der Lehman-Pleite hatten wir es mit einer Liquiditätskrise zu tun. Banken gaben keine Kredite mehr, weil sie Angst hatten, dass sie das Geld nicht zurückbekommen würden. Es fehlte an Liquidität. Die Folge: Um an Geld zu kommen, verkauften Investoren alles, was sie im Portfolio hatten, auch Gold. Heute ist die Situation anders: Die Notenbanken haben die Märkte mit Geld überflutet. Liquidität gibt es im Überfluss. Diesmal geht es nicht darum, ob man sein Geld zurückbekommt, sondern darum, ob es in Zukunft überhaupt noch etwas wert sein wird. Diese Angst ist viel gefährlicher.
Wo liegen die Ursachen der Krise?
In den Boom-Jahren wurde zu viel Geld verliehen, zu viele Schulden angehäuft. Dieses Problem wurde in den vergangenen vier Jahren nicht gelöst. Viele Staaten haben ein Maß der Verschuldung erreicht, das nicht mehr tragbar ist. Manche Staaten sind bereist kollabiert, beispielsweise Island, Dubai oder Griechenland. Spanien oder Italien werden folgen. Der Punkt an dem es nicht mehr weitergeht, ist bald erreicht.
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Was machen Sie, wenn Staaten den Goldbesitz verbieten und Gold konfiszieren?
Das ist in der Tat eine Gefahr. Dagegen hilft nur, das Gold an verschiedenen Plätzen, in verschiedenen Ländern zu lagern. Lagern Sie nicht alles Gold an dem Ort, an dem Sie wohnen.
Wo lagern Sie das Gold?
London, Zürich und Hongkong.
Hongkong? Wer garantiert, dass das Gold in China gut aufgehoben ist?
Hongkong ist ein Teil Chinas, richtig. Aber das Eigentum ist nach britischem Recht geregelt. Das ist ganz entscheidend.
Was ist mit den USA?
Die kommen nicht infrage, auch nicht in Deutschland, Italien oder Russland. Alle diese Staaten haben in der Vergangenheit schon einmal den Goldbesitz verboten.
Vielen Dank für das Gespräch. Hoffen wir, dass ihre Prognosen nicht wahr werden.
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