Standard und Poor'sWahrscheinlichkeit für „Grexit“ bei 1:3
04.06.2012, 22:04 Uhr
Die
Ratingagentur Standard & Poor's geht mit einer Wahrscheinlichkeit
von 1:3 von einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus. Am
Dienstag wollen die G-7-Finanzminister weiter über die Eurokrise
beraten.
Laut S&P hätte ein Grexit derzeit nicht automatisch „negative Folgen“ für andere Euroländer. Quelle: dpa
ParisDie
US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) schätzt die
Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone auf
„eins zu drei“. Grund sei die bestehende Gefahr, dass das Land nach der
Parlamentswahl am 17. Juni das mit seinen internationalen Geldgebern
vereinbarte Sparprogramm aufkündigen könnte, erklärte S&P am Montag.
Ein Euro-Austritt Griechenlands hätte demnach derzeit aber nicht
automatisch „negative Folgen“ für andere Euroländer.
Griechenland befindet sich seit Jahren in der Rezession. Im
Gegenzug für Milliardenkredite der Europäischen Union und des
Internationalen Währungsfonds hatte sich die Anfang Mai abgewählte
Regierung aus Sozialisten und Konservativen zu einem drastischen
Sparprogramm verpflichtet. Nach der Wahl, bei der sparkursfeindliche
Parteien großen Zuspruch erfuhren, kam keine neue Regierung zustande. Am
17. Juni soll erneut gewählt werden.
Die Finanzminister der Gruppe der führenden Industrienationen G-7 wollen nach kanadischen Angaben am Dienstag in einer Telefonkonferenz über die Eurokrise beraten. Dabei solle es insbesondere die Probleme kriselnder Banken im Euroraum gehen, erklärte Kanadas Finanzminister Jim Flaherty am Montag.
Die US-Regierung teilte indes mit, sie vertraue darauf, dass Europa seine Probleme lösen werde. Präsident Barack Obama sei überzeugt, dass sie „die Kapazität dazu“ hätten, sagte Regierungssprecher Jay Carney. „Bedeutsame Maßnahmen“ seien bereits ergriffen worden.
Die Finanzminister der Gruppe der führenden Industrienationen G-7 wollen nach kanadischen Angaben am Dienstag in einer Telefonkonferenz über die Eurokrise beraten. Dabei solle es insbesondere die Probleme kriselnder Banken im Euroraum gehen, erklärte Kanadas Finanzminister Jim Flaherty am Montag.
Die US-Regierung teilte indes mit, sie vertraue darauf, dass Europa seine Probleme lösen werde. Präsident Barack Obama sei überzeugt, dass sie „die Kapazität dazu“ hätten, sagte Regierungssprecher Jay Carney. „Bedeutsame Maßnahmen“ seien bereits ergriffen worden.
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