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Samstag, 2. Juni 2012

Ein privater Griechenland- Gläubiger, der laut eigenen Angaben Anleihen nach ausländischem Recht über 500000 Schweizer Franken hält, will eine sofortige Zahlung von Griechenland oder die Hinterlegung von Sicherheiten verlangen.

Privatanleger
will von Athen
Sicherheiten
LONDON. Ein privater Griechenland-
Gläubiger, der laut eigenen
Angaben Anleihen nach ausländischem
Recht über 500000
Schweizer Franken hält, will eine
sofortige Zahlung von Griechenland
oder die Hinterlegung von Sicherheiten
verlangen. Der Deutsche
Rolf Koch, der schon gegen
Argentinien und seinen Zahlungsausfall
geklagt hatte, will genauso
wie Finnland behandelt werden.

Das Land hatte die Hinterlegung
von Sicherheiten zur Voraussetzung
für eine Beteiligung am zweiten
Hilfspaket für Griechenland
gemacht und durchgesetzt.
Griechenland hatte die Franken-
Anleihen, die Koch kaufte, im Jahr
2005 platziert. Da sie ausländischem
Recht unterliegen, fielen
sie nicht automatisch unter den
jüngsten Schuldenschnitt anderer
privater Gläubiger, die Anleihen
nach griechischem Recht besitzen.

Sie verzichten bei dem Umtausch
alter in neue Bonds auf mehr als
50 Prozent ihrer Forderungen.
Sollte Koch erfolgreich sein,
könnten andere Gläubiger seinem
Vorbild folgen und argumentieren,
die Zugeständnisse an Finnland
verstießen gegen die Regelung,
nach der neue Schulden keinen
Vorrang vor alten Schulden
haben.
Insgesamt sind nach Angaben
des griechischen Finanzministeriums
noch Anleihen über umgerechnet
6,4 Milliarden Euro in
Umlauf, die nach nichtgriechischem
Recht begeben und
nicht in neue Anleihen umgetauscht
wurden. Bloomberg/HB

Handelsblatt Pfingstausgabe 25. - 28.5.2012 Nr. 101 S 39

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