http://www.goingpublic.de/wp-content/uploads/sites/2/_EPAPER_/epaper-BondGuide-Special-Anleihen-2014/page54.html
Erlöschen der Anleiheverbindlichkeit
Kauft der Emittent Schuldverschreibungen von Anleihegläubigern
auf, wird er Inhaber der Forderung und mit Aushändi-
gung der Schuldverschreibungsurkunde auch Eigentümer
derselben. Die Übertragung der Forderung auf den Emittenten
führt jedoch noch nicht automatisch dazu, dass die
Forderung erlischt. Da die Urkunde noch vorhanden ist,
besteht die Forderung des Emittenten gegen sich selbst. Die
Forderung aus der Anleihe ist in der Bilanz auszuweisen,
sowohl als Verbindlichkeit als auch als Forderung. Eine
Reduzierung der Verbindlichkeiten ist zu diesem Zeitpunkt
noch nicht erfolgt. Erst wenn der Emittent die Urkunden einzieht
und entwertet, erlöschen sowohl Forderungen als auch
Verbindlichkeiten aus den Anleihen. Die Bilanz des Emittenten
wird reorganisiert, vor allem dergestalt, dass die Verbindlichkeiten
aus der rückgekauften Anleihe erlöschen.
Erwirbt ein mit dem Emittenten verbundenes Unternehmen
die Schuldverschreibungen, bestehen die Forderungen
ebenfalls fort und sind weiterhin in der Bilanz des Emittenten
als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen
aus zuweisen. Erst wenn das verbundene Unternehmen
gegenüber dem Emittenten die Forderung erlässt (und
dabei die Schuldverschreibungsurkunde zurückgibt),
erlischt die Verbindlichkeit des Emittenten gegenüber dem
verbundenen Unternehmen. Auch dies verbessert die
Bilanzsituation beim Emittenten.
Friedl ist immerhin Co-Author Frankfurter Kommentar SchVG
Interessant. Welches negative BGH Urteil ist da genau angesprochen ?
AntwortenLöschenMittlerweile gibt es ja massenhaft BGH Entscheidungen zu den Argentinienanleihen.