US-Sanktionen: Deutsche Börse legt Iran-Affäre bei
Eine Tochter der Deutschen Börse soll US-Sanktionen gegen den Iran verletzt haben. Das Unternehmen beteuerte stets seine Unschuld. Dennoch stimmte es jetzt einer Zahlung von 152 Millionen Dollar zu.
Frankfurt am Main - Geschäfte ihrer Tochterfirma Clearstream kommen die Deutsche Börse
teuer zu stehen. Das Unternehmen stimmte am Donnerstag einem Vergleichsvorschlag der US-Exportkontrollbehörde OFAC über 152 Millionen Dollar zu. OFAC wirft Clearstream vor, 2008 Handelssanktionen gegen den Iran verletzt zu haben. Dabei geht es um Wertpapierübertragungen im Clearstream-Abwicklungssystem, zu denen es nach der Schließung der Konten von iranischen Kunden 2007 gekommen war.
Schon im September hatte die Deutsche Börse in dem seit Jahre währenden Streit um die Entschädigung von US-Anschlagsopfern eingelenkt. Die Familien von US-Soldaten, die 1983 bei einem Bombenanschlag auf eine Kaserne in der libanesischen Hauptstadt Beirut verletzt oder getötet wurden, sollen Zugriff auf Vermögenswerte von 1,75 Milliarden Dollar bekommen. Diese liegen auf dem Konto eines Clearstream-Kunden in den USA.
dab/Reuters

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