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Sonntag, 15. Februar 2015

Auch der amerikanische Präsident Barack Obama brachte in einem Telefonat mit Poroschenko seine Sorge um die Lage dort zum Ausdruck, hieß es aus Kiew. Sowohl Poroschenko und Obama als auch Poroschenko und das deutsch-französische Tandem kündigten an, sich über weitere Schritte in der Krise abzustimmen. Merkel und Hollande wollten bereits am Sonntag abermals mit Poroschenko telefonieren und sich über den Fortgang der Waffenruhe unterrichten lassen.

Ukraine-KonfliktSeit Mitternacht gilt die Waffenruhe

In der Ostukraine ist die in Minsk vereinbarte Feuerpause in Kraft getreten. In Donezk ist es seitdem ungewohnt ruhig. Deutlich angespannter ist die Lage in der strategisch wichtigen Stadt Debalzewe.

© AFPVergrößernDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko befiehlt seinen Truppen in einer Live-Übertragung im Fernsehen die Einstellung der Gefechte.
In der Ostukraine ist in der Nacht zum Sonntag um 0 Uhr Ortszeit eine Waffenruhe in Kraft getreten. Sie ist Teil eines Friedensplans, der am vergangenen Donnerstag bei Krisengesprächen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk unter Beteiligung von Kanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin ausgehandelt worden war.
Noch am Samstag hatten sich das ukrainische Militär und die prorussischen Separatisten abermals heftige Gefechte geliefert. Mehrere Menschen wurden dabei getötet. Beide Seiten sprachen Drohungen aus, sollte die Waffenruhe nicht halten.

Gespannte Lage bei Debalzewe

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko befahl dem Militär um Mitternacht, die Kämpfe einzustellen, wie der Generalstab in Kiew mitteilte. „Ich will Frieden“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Zugleich warnte Poroschenko, der Friedensprozess für die Ostukraine sei aufgrund der gespannten Lage bei Debalzewe in Gefahr. In der strategisch wichtigen Stadt nordöstlich der Separatistenhochburg Donezk hatte es bis zuletzt heftige Gefechte gegeben. Nach Darstellung der Aufständischen sind dort Tausende ukrainische Soldaten eingekreist. Die Führung in Kiew weist das zurück.
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In Donezk teilte Separatistenführer Eduard Bassurin mit, dass die Waffenruhe begonnen habe, wie russische Agenturen meldeten. Zudem werde der ebenfalls in Minsk vereinbarte Abzug schwerer Waffen aus dem Konfliktgebiet aufgenommen, sagte er. Korrespondenten berichteten auf Twitter von einer ungewohnt ruhigen Nacht in der bislang stark umkämpften Stadt.
Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande forderten nochmals eindringlich eine Umsetzung des Minsker Abkommens. Sie telefonierten am Samstag sowohl mit Poroschenko als auch mit Putin. Das Bundespresseamt in Berlin teilte mit, in den Telefonaten seien sich die Politiker einig gewesen, dass die Waffenruhe von allen Beteiligten vollständig eingehalten werden müsse. Das gelte insbesondere auch für die weiterhin sehr kritische Lage in Debalzewe.
Auch der amerikanische Präsident Barack Obama brachte in einem Telefonat mit Poroschenko seine Sorge um die Lage dort zum Ausdruck, hieß es aus Kiew. Sowohl Poroschenko und Obama als auch Poroschenko und das deutsch-französische Tandem kündigten an, sich über weitere Schritte in der Krise abzustimmen. Merkel und Hollande wollten bereits am Sonntag abermals mit Poroschenko telefonieren und sich über den Fortgang der Waffenruhe unterrichten lassen.

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