Vor WaffenstillstandAmerikaner werfen Russen Beteiligung an Kämpfen vor
Unterstützen russische Soldaten kurz vor Inkrafttreten der vereinbarten Waffenruhe die Rebellen bei ihren Kämpfen gegen das ukrainische Militär? Die Vereinigten Staaten haben Satellitenbilder präsentiert, die das zeigen sollen.
14.02.2015
© TWITTER/GEOFFREY PYATT
Dieses Satellitenbild ist eines von dreien, die der amerikanische Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, am Samstag über Twitter versandt hatte
Die amerikanische Regierung hat Satellitenbilder veröffentlicht, die wenige Stunden vor Inkrafttreten der vergangenen Woche beschlossene Feuerpause auf eine Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine durch das russische Militärs beweisen sollen.
Laut den Vereinigten Staaten zeigen die von einem privaten Satellitenunternehmen angefertigten Bilder Artillerieanlagen und Mehrfach-Raketenwerfer. „Wir sind sicher, dass es sich dabei um russische Waffen handelt, nicht um die der Separatisten“, schrieb der amerikanische Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, der die Bilder auf dem Online-Nachrichtendienst Twitter veröffentlichte.
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Russland bestreitet eine Beteiligung an den Kämpfen in der Ukraine; die Echtheit der unscharfen Schwarz-Weiß-Bilder könne nicht bestätigt werden.
Die ukrainische Armee liefert sich seit Tagen mit den Separatisten Kämpfe um die zwischen den Rebellenhochburgen Donezk und Lugansk gelegene Ortschaft Debalzewe. Die Aufständischen in Donezk hatten am Samstag erklärt, beim Beschuss der Stadt seien mindestens zwei Zivilisten getötet worden. In den beiden Tagen zuvor waren nach Angaben der Armee und der Separatisten 28 Soldaten und Zivilisten in der Ostukraine getötet worden.
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Die Konfliktparteien hatten auf dem Friedensgipfel von Minsk am vergangenen Donnerstag einen Waffenstillstand und den Abzug schwerer Waffen ab Samstagnacht vereinbart. Gleichzeitig hatte die Frist Ängste ausgelöst, dass es bis zum Inkrafttreten der Waffenruhe auf beiden Seiten zu vermehrten Angriffen kommen könnte.
Ein Sprecher des russischen Militärs sprach in Zusammenhang mit den von den Amerikanern präsentierten Satellitenbilder von „Kaffeesatzleserei“, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete. „Das ist eindeutig nicht die Absicht der Vereinbarung“, sagte hingegen Jennifer Psaki, Sprecherin des Außenministeriums in Washington.
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